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Merck investiert 83 Millionen Euro in Verpackungszentrum

Merck Pharma-Verpackungszentrum
Leere Blisterpackungen laufen durch eine hochmoderne Verpackungsmaschine. Foto: Arne Dedert © deutsche presse agentur

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat am Stammsitz Darmstadt rund 83 Millionen Euro in ein Verpackungszentrum für Tabletten investiert. Das "Pharma Packaging Center" soll das alte Gebäude bis Ende 2020 schrittweise ersetzen. Die ersten zwei von acht Verpackungslinien gehen im Februar 2019 in Betrieb, wie Unternehmensvertreter am Mittwoch bei der Eröffnung sagten. Die Tabletten-Packungen würden in mehr als 90 Länder versandt.

Die Investitionen in Höhe von 63 Millionen Euro in das Gebäude und die Infrastruktur seien Teil einer größeren Investition von rund einer Milliarde Euro am Standort bis 2020, erklärte Merck-Chef Stefan Oschmann. Dazu kommen rund 20 Millionen Euro für Maschinen, wie Anne Reuschenbach, Standortleiterin Pharma Operations, sagte.

Oschmann bekannte sich erneut zum Firmensitz: "Darmstadt ist eindeutig der wichtigste Standort und daran wird sich nichts ändern." Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) sagte: "Diese Standorttreue ist auch für das Land Hessen nicht selbstverständlich."

Rund 16 Milliarden Tabletten stellt Merck jedes Jahr allein in Darmstadt her, bis Ende des Jahres sollen es etwa 17 Milliarden sein. "7,5 Milliarden verpacken wir auch hier", sagte Oschmann. Schwerpunkte sind Medikamente für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Schilddrüsenerkrankungen.

Im neuen Verpackungszentrum mit seiner robotergestützten Logistik sollen etwa 220 Mitarbeiter das ganze Jahr rund um die Uhr arbeiten. Dabei würden jährlich 500 Millionen Blister-Tablettenpackungen erstellt. Ein vollautomatisches Hochregallager verfügt über 3800 Palettenplätze.


Quelle: DPA

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