Formel 1 arbeitet weiter an Not-Rennkalender

Mercedes-Teamchef Toto Wolff: „Formel-1-WM nicht das Wichtigste“

FILE PHOTO: Formula One F1 - Russian Grand Prix
FILE PHOTO: Formula One F1 - Russian Grand Prix
© REUTERS, Maxim Shemetov, /FW1F/Kenneth Ferris

18. Mai 2020 - 9:15 Uhr

Formel 1 soll Fans in schwerer Zeit unterhalten

Die Formel-1-Bosse basteln weiter an einem "Not-Rennkalender" für die Saison 2020, insgesamt 15 bis 18 Grands Prix soll es geben - vorerst aber ohne Fans an der Strecke.  Auch wenn in der aktuellen Situation eine "WM nicht das Wichtigste auf der Welt" sei, ist für Mercedes-Teamchef Toto Wolff klar: "Wenn wir zur Unterhaltung und Ablenkung der Fans beitragen können, so wie es ja gerade mit der deutschen Fußball-Bundesliga ist, dann ist das gut", so der 48-Jährige im Interview mit der "Kronen Zeitung".

Wolff genießt Zeit mit der Familie

Auch ohne die Formel 1 wird dem Österreicher aber nicht langweilig. Wolff hat drei Kinder, Söhnchen Jack ist gerade mal drei Jahre alt. "Ich genieße die Zeit, in der ich vom Gas gehen, mit meinen Kindern Tennis und Fußball spielen kann", gibt der Mercedes-Boss zu. Außerdem sei er durch die Zwangspause fitter als je zuvor: "Fünf Kilo hab ich dabei auch noch abgenommen."

Saisonstart in Österreich „sehr realistisch“

 Spielberg THEMENBILD, Luftaufnahme des Red Bull Rings waehrend des Red Bull Air Race, aufgenommen am 06. September 2015, Red Bull Ring, Spielberg, Oesterreich // Aerial view of the Red Bull ring during the Red Bull Air Race, Red Bull Ring, Spielberg
Hier soll es im Juli mit der Formel 1 2020 losgehen: Der Red-Bull-Ring in Spielberg, Österreich.
© imago images/Eibner Europa, imago sportfotodienst via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Trotzdem hofft Wolff, dass die Formel-1-Saison Anfang Juli mit zwei Geisterrennen in Österreich endlich starten kann. Die Chancen, dass in Spielberg am 5. und 12. Juli gefahren werden kann, seien "sehr realistisch". Danach soll es in Silverstone mit einem weiteren Doppel-Wochenende weitergehen. Doch der Grand Prix in England wackelt: Ob in Silverstone wirklich gefahren werden kann, ist aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen des britischen Premierministers Boris Johnson noch offen

Für ein Formel-1-Rennen in Belgien sieht es hingegen gut aus: Die Regierung gab für ein Geisterrennen im August grünes Licht.

Bis Anfang September will die Formel 1 möglichst viele Rennen in Europa über die Bühne bringen, auch ein Grand Prix in Deutschland könnte in den Kalender aufgenommen werden. Derzeit laufen Gespräche zwischen Formel-1-Bossen und Streckenbetreibern, ob ein Geisterrennen in Hockenheim stattfinden könnten.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Wolff: "Virus-Problemkinder" USA, Brasilien, Mexiko

Im September, Oktober und November will der Formel-1-Zirkus nach Eurasien, Asien und auf den amerikanischen Kontinent weiterziehen. Zum Abschluss stehen nach derzeitigem Plan im Dezember das Nachholrennen in Bahrain sowie das Saisonfinale in Abu Dhabi an.

Schwierig könnten aber die Rennen in den USA, Brasilien und Mexiko werden - die Länder sind schwer vom Coronavirus betroffen. Dies seien, so Wolff, aktuell die "Virus-Problemkinder" der Formel 1.