Bei Hochzeitsfeier in Australien

Auto-Poser wollte nur die Reifen qualmen lassen - teurer Sportwagen ist jetzt ein Totalschaden

23. Januar 2021 - 17:03 Uhr

Er wollte mit einem "Burnout" Eindruck schinden

Dieser Burnout endete tödlich – für den beteiligten Sportwagen. Burnout bezeichnet nämlich nicht nur psychische und physische Erschöpfungszustände bei Menschen, sondern auch einen extremen "Kavalierstart" mit dem Auto, bei dem die Reifen qualmen. Das hatte auch ein Mercedes-Fahrer im australischen Canterbury-Bankstown im Sinn, der mit der Aktion ein bisschen angeben und einer Hochzeitsgesellschaft ein paar spezielle Erinnerungsfotos ermöglichen wollte. Fotos gibt es reichlich, ein Video auch, Ruhm und Ehre für den Fahrer weniger, denn der schnelle Schlitten ist jetzt hin – ausgebrannt.

Der Polizei erzählte er ein Lügenmärchen

Über den ungewöhnlichen Vorfall in einem Vorort der 20 Kilometer von Sydney entfernten Stadt berichtet das britische Portal LADbible. Demnach wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert, weil ein Luxus-Sportwagen in Flammen aufgegangen war. Die Einsatzkräfte kamen zu spät, der Mercedes Benz AMG C63S Coupé – Neupreis etwa 83.000 Euro - brannte völlig aus.

Der 25-jährige Fahrer und zwei Mitfahrer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, heißt es in dem Bericht weiter. Der Mann habe angegeben, dass sein Auto während der Fahrt plötzlich Feuer gefangen habe.

Auf den Fahrer wartet eine Gerichtsprozess

Dummerweise hätten die Beamten schnell herausgefunden, dass an der Geschichte etwas faul ist. Videos in sozialen Medien zeigten nämlich, dass der junge Mann einer Hochzeitsgesellschaft zeigen wollte, was er mit seinem Flitzer so alles drauf hat. Ein bisschen Autoposen eben, kurzes Anwärmen, dann so richtig Gas geben, dass die Reifen nicht nur quietschen, sondern qualmen. Weil er etwas übertrieb, qualmte erst der ganze Wagen, dann brannte er aus. Teurer Totalschaden.

Nicht nur der Mercedes ist hin, auch der Asphalt wurde beschädigt. Und der Autofahrer muss sich nun vor Gericht wegen gefährlichen und fahrlässigen Fahrverhaltens verantworten, so LADbible. Dass er die Polizei über die Unglücksursache belogen hat, dürfte sich kaum zu seinen Gunsten auswirken.