Meningitis C: Kia Gott (11 Monate) werden alle Gliedmaßen amputiert

09. März 2018 - 17:08 Uhr

Kia Gott werden alle vier Giedmaßen amputiert

Die elf Monate alte Kia Gott ist kaum wiederzuerkennen. Dem kleinen Mädchen mussten alle vier Gliedmaßen amputiert werden. Für die Familie aus Wyke nordöstlich von Manchester ist jetzt nichts mehr, wie es vorher war. Und noch immer müssen die Eltern um ihre kleine Tochter bangen – sie ist noch nicht außer Gefahr.

Folgen der schweren Meningitis C: Massive Hirnschäden

Kia Gott steckte sich vor zwei Monaten mit Meningitis C an, einer seltenen und gefährlichen Form der Hirnhautentzündung. Das Baby bekam zuerst einen Hautausschlag am ganzen Körper. Dann kollabierte seine Lunge und Kia kam sofort ins Krankenhaus, doch da war es bereits zu spät. Die Ärzte versuchten alles, um die Infektion zu stoppen. Doch die Bakterien breiteten sich immer weiter aus.

Um Kias Leben zu retten, mussten die Ärzte alle vier Gliedmaßen abnehmen. Sie befürchteten schon, dass das Baby es nicht schafft, doch das kleine Mädchen öffnete nach einer Woche im Koma doch wieder seine Augen. "Kia hatte ihre vierte Amputation und kämpft noch immer. Sie ist ein bisschen schläfrig nach all den OPs", schrieb ihre Tante, wie die britische Zeitung 'Daily Mail' berichtet. Inzwischen muss das kleine Mädchen auch nicht mehr beatmet werden. Das Schlimmste ist trotzdem noch nicht überstanden. Die Ärzte gehen davon aus, dass das Baby massive Hirnschäden davongetragen hat. Dadurch besteht die Gefahr, dass Kia Gott auch noch ihr Augenlicht und ihr Gehör verliert.

Eltern kämpfen für eine frühere Impfung gegen 'Meningokokken C'-Erreger

Der Vater des Mädchens kämpft nun dafür, dass Kinder in Großbritannien schon früher gegen den Erreger 'Meningokokken C' geimpft werden. 2016 war das Impfalter dort auf zwölf Monate angehoben worden, weil eine Infektion mit Meningitis C in dem Alter relativ selten vorkommt. In Deutschland werden Kinder sogar erst mit zwei Jahren dagegen geimpft. "Kia ist nicht einfach nur eine Zahl und die Person, die diese Entscheidung getroffen hat – ich würde wollen, dass diese Person ins Krankenhaus kommt und ein bisschen Zeit mit meiner Tochter verbringt", zitierte die Zeitung 'Mirror' den Vater des kleinen Mädchens.

Die Krankheit wird durch Bakterien im Nasen-Rachen-Raum ausgelöst. Viele Menschen tragen sie in sich, ohne dass das irgendwelche Auswirkungen hätte. Aber wenn die Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, kann das gefährliche Folgen haben.

Im Video sehen Sie, wie das Baby nach den OPs zum ersten Mal die Augen öffnet.