Pigmentflecken loswerden

Melasma: Was tun gegen den Beauty-Makel?

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4. Juli 2019 - 18:48 Uhr

Wie beugen wir Melasmen im Gesicht vor?

Im ersten Moment könnte man es für einen Damenbart halten: großflächige, dunkle Flecken im Gesicht. Viele Frauen leiden besonders im Sommer und während der Schwangerschaft unter sogenannten Melasmen (mediz. Hyperpigmentierungen), die das Hautbild unruhig wirken lassen. Wir verraten, wie sie entstehen und was wir dagegen machen können!

Was sind Melasmen?

Melasmen sind großflächige, dunkle, fleckenartige Pigmentstörungen der Haut, die vorwiegend bei Frauen auftreten. 90 Prozent der Betroffenen sind weiblich. Die Flecken treten aufgrund einer erhöhten Melaninproduktion auf, die durch die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron angeregt werden. Neben hormonellen Faktoren ist Sonnenlicht ebenfalls ein direkter Auslöser eines Melasmas. Die Haut bildet dann verstärkt Melanin, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen.

Meistens sind Wangen, Stirn, Kinn und Oberlippe von den Flecken betroffen, allerdings können die Verfärbungen auch auf anderen Körperteilen auftreten. Die gute Nachricht: Sie sind harmlos.

Schwangerschaftshormone und Pille als Auslöser

Besonders in der Schwangerschaft reagiert die Haut empfindlicher auf die Sonne und ist somit anfälliger für Melasmen. Die Hormonkonzentration im Körper ändert sich während der Schwangerschaft und führt zu einem Anstieg des Melanins. Dieses übermäßige Melanin lagert sich dann fleckenweise in verschiedenen Hautschichten ab. In den meisten Fällen bilden sich die Melasmen nach der Schwangerschaft wieder zurück, wenn der Östrogenspiegel wieder sinkt.

Allerdings stehen auch bestimmte Medikamente in Verdacht, die Hautreaktion hervorzurufen. Dazu gehören hormonelle Therapien und auch die Anti-Baby-Pille.

Wie werde ich die Flecken wieder los?

Da sich Melasmen unter direkter Sonneneinstrahlung bilden, ist konsequenter Lichtschutz sinnvoll, um diese vorzubeugen. Sind die Melasmen aber schon da, gibt es Möglichkeiten, diese entfernen zu lassen.

Chemisches Peeling:

Bei einem chemischen Peeling wird eine saure Lösung auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, um die Hautschicht zu entfernen. Häufig sind mehrere Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Wochen notwendig.

Laserbehandlungen und IPL-Laser:

Dabei zerstören kurze, intensive Lichtimpulse das Melanin an den betroffenen Hautstellen. Laserbehandlungen sind allerdings sehr kostspielig und es können Nebenwirkungen wie rote, entzündete Haut auftreten.

Cremes: 

In der Apotheke gibt es pflanzliche Cremes zu kaufen, mit denen Melasmen entfernt werden können. Bis die Erfolge sichtbar werden, ist oft Geduld gefragt. Auch bestimmte Bleichcremes mit dem Wirkstoff Hydrochinon können helfen. Hier ist aber besondere Vorsicht gefragt und sie sollten nur auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

Sehen Sie im Video: Die 5 besten Hausmittel gegen Pigmentflecken

Die einfachste Methode, mit den Flecken umzugehen, sind Abdeckcremes. Besonders gut deckt Camouflage-Make-up.