Offene Worte über ihr langes Trauma

Mel B litt jahrelang nach Horror-Ehe: „Ich wachte zitternd aus einem weiteren Albtraum auf!“

Mel B steckte 10 Jahre in einer gewalttätigen Beziehung und litt nach Jahre später.
Mel B steckte 10 Jahre in einer gewalttätigen Beziehung und litt nach Jahre später.
© picture alliance / Geisler-Fotop, Dennis Van Tine/Geisler-Fotopres

13. September 2021 - 13:41 Uhr

Mel B spricht über ihre schlimmste Zeit

Die Flucht war für sie noch lange nicht das Ende: Ex-"Spice Girl" Mel B (46) spricht offen über das lange Trauma ihrer gewaltvollen Ehe. Jahrelang litt sie unter Angstzuständen und Albträumen und will mit ihrer Geschichte anderen helfen.

Mel B beschreibt eindringlich ihr Trauma

"Starr vor Angst, wachte ich zitternd aus einem weiteren Albtraum auf. Ich konnte nicht atmen, bis ich wusste, dass ich in Sicherheit war und meine Mädchen in Sicherheit waren. Dies geschah jahrelang, nachdem ich meinen gewalttätigen Partner verlassen hatte", verrät Mel B, mit bürgerlichem Namen Melanie Brown, in einen offenen Brief in der britischen Zeitung "The Sun". "Wegzugehen war nicht das Ende", fährt sie fort, denn die Erfahrungen des Missbrauchs beeinträchtigen die Psyche und nehmen einem das Gefühl von Sicherheit.

Nach der Ehe ging der Horror weiter

Mel B und ihr Ehemann Stephen Belafonte bei der Silvester Party am 31.12.2016 am Times Square in New York Dick Clark s New Year s Rockin Eve 17 with Ryan Seacrest in Times Square, 2016, 2017in New York PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLYMel B and her Hus
Mel B und ihr Ehemann Stephen Belafonte 2016. Nach außen hin gaben sie das perfekte Paar ab. Doch ihre Ehe soll von Gewalt geprägt gewesen sein.
© imago/APress, imago stock&people

Zehn Jahre lang steckte das ehemalige "Spice Girl" in einer gewalttätigen Ehe mit ihrem Mann Stephen Belafonte, wurde geschlagen und missbraucht. Auch auf ihr Vermögen aus ihrer Musik-Karriere konnte sie in dieser Zeit nicht zugreifen. Zum Schluss wollte sie sich sogar das Leben nehmen, doch schaffte 2017 stattdessen die Scheidung von ihrem Mann.

Doch danach ging der mentale Kampf für sie weiter: "Es waren nicht nur die Nächte, sondern die tägliche Angst und das Gefühl, beobachtet, überwacht und gefangen zu werden", fährt sie fort. Es sei schwer gewesen die Erinnerungen "abzukratzen" und den emotionalen Schaden zu reparieren. Darum will sie sich in dieser Woche vor dem britischen Parlament für eine bessere psychologische Unterstützung für Opfer von häuslicher einsetzen.

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(udo)