Meilen und Bonuspunkte sammeln

Spar-Trick: Warum Sie nicht mehr mit EC-Karte bezahlen sollten

Wer mit seiner Kreditkarte einkauft, sammelt bei einigen Anbietern ordentlich Punkte mit jedem Euro Umsatz.
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15. Februar 2020 - 17:45 Uhr

Punkte und Meilen sammeln: Lohnt sich das?

Wer kennt es nicht: An der Supermarktkasse, an der Tankstelle oder im Möbelhaus - ständig kommt die Frage nach der Payback- oder Kundenkarte. Irgendwie nervig. Vor allem, wenn man sich mit dem System des Punktesammelns noch nicht wirklich auseinandergesetzt hat. Das sollten Sie auf jeden Fall mal tun, denn es kann sich lohnen. Business-Class-Flüge, rabattierte Wochenenden in 5-Sterne-Hotels und Upgrades auf einen Luxus-Mietwagen - alles möglich. Mit welchen einfachen Tricks Sie relativ schnell zum Punkte- und Meilen-Krösus werden, erfahren Sie hier.

1. Nicht mit EC-Karte bezahlen

EC-Karte
Punktesammler sollten die EC-Karte bei Online-Zahlungen und auch an der Kasse im Supermarkt nicht mehr zücken.
© ©istock/SARINYAPINNGAM

Die EC-Karte sollten Sie an der Kasse überhaupt nicht mehr zücken. Auch beim Online-Shopping macht es für Punktesammler keinen Sinn das Girokonto bei den Bankdaten zu hinterlegen. Warum? Ganz einfach: Es bringt Ihnen keinerlei Vorteile. Bei der Bezahlung mit der EC-Karte profitieren Sie in den seltensten Fällen, weder sammeln Sie Bonuspunkte noch sind Ihre Online-Einkäufe versichert.

2. Die richtige Kreditkarte wählen

Kreditkarte
Kreditkarte: Bei einigen Anbietern sind Bonuspunkte zu ergattern.

Es kann Vorteile bringen, einen Großteil der Einkäufe mit der Kreditkarte zu bezahlen. Wichtig ist natürlich, dass Kreditkarten im jeweiligen Shop akzeptiert werden. Das ist in 99 Prozent der Fälle aber kein Problem. Die Kreditkartenabrechnung wird am Ende des Monats einfach übers Girokonto beglichen. Über das Kreditkartenkonto haben Sie Ihre Ausgaben zudem stetig im Blick. Zur Sicherheit sollten Sie prüfen, ob eine Teilrückzahlung voreingestellt ist - denn die ist mit 5 Prozent Zinsen verbunden und kann am Ende teuer werden. Die Teilrückzahlung also am besten deaktivieren. Bei der Wahl der Kreditkarte sollten Sie sich für eine Karte mit einem ordentlichen Leistungspaket entscheiden, bei dem Sie möglichst viele Bonuspunkte mit jedem Euro Kartenumsatz erhalten. Teilweise ist eine Grundgebühr fällig, die sollte Sie aber nicht gleich abschrecken, da Sie durch die Karte oft bestimmte Leistungen wie Reiserücktrittsversicherung, diverse Rabatte bei Hotels und Mietwagenbuchungen sowie Bonusguthaben erhalten, die um ein Vielfaches über dem Kartenpreis pro Jahr liegen können.

3. Bei Angebots-Aktionen zuschlagen

American Express
American Express Gold Card: Aktuell mit satten 40.000 Bonuspunkten zu bekommen.
© American Express

Wer sich für ein neue oder zusätzliche Kreditkarte entscheidet, sollte sich vorher informieren, ob es derzeit Angebote mit Startguthaben oder hohen Bonuszahlungen gibt. Letzteres trifft beispielsweise auf das aktuelle Angebot der American Express Gold Card* zu. Die Kreditkarte für Geschäfts- und Vielreisende gibt es für kurze Zeit mit einem Bonus von 40.000 Membership Rewards Punkten im Wert von etwa 1.500 Euro. Umgerechnet sind das rund 32.000 Meilen, die Sie bei Partnern wie den Flugbonusprogrammen von British Airways, Flying Blue, Emirates und Delta sowie den Hotelketten Hilton, Marriott und Radisson einlösen können.

Auch in Payback-Punkte lassen sich die Membership-Rewards transferieren, die sich dann wiederum 1:1 in "Miles and More"-Meilen umwandeln lassen. Zum Erhalt des 40.000-Punkte-Bonus müssen Sie in den ersten sechs Monaten nach Beantragung 3.000 Euro mit der Karte umsetzen. Mit der kostenlosen Partnerkarte und Umsetzung von Punkt 2 der Spartricks, dürfte dies aber keine Hürde sein.

Zum Angebot: American Express Gold Card mit 40.000 Punkten ansehen*

4. Meilenschnäppchen im Blick behalten

ARCHIV - 07.11.2019, Niedersachsen, Hannover: Passagiere laufen auf den Lufthansa-Schalter am Flughafen zu.    (zu dpa "Coronavirus setzt Lufthansa-Aktie weiter zu") Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bei der Lufthansa und weiteren Airlines gibt es Monat für Monat günstige Meilenschnäppchen.
© dpa, Sina Schuldt, axs tba

Viele Fluggesellschaften, wie beispielsweise die Lufthansa, bieten jeden Monat sogenannte Meilen-Schnäppchen an, also Flugreisen zum vergünstigten Meilenpreis. Wer ein gut gefülltes Meilenkonto hat, kann schon ab etwa 15.000 Meilen in der Business Class innerhalb von Europa reisen. Ab 55.000 Meilen geht es über den großen Teich. Sie zahlen bei den Flugreisen dann "nur" die Steuer und eventuelle Treibstoffzuschläge. Bei einem Business-Class-Flug in die USA sind dies bei Star Alliance etwa 400 bis 500 Euro an Gebühren. Auch Flüge in der First Class sind bei anderen Programmen wie British Airways schon ab einer Einlösung von gut 30.000 Meilen möglich. Damit die Meilen nicht verfallen, lohnt es, sich entweder eine Kreditkarte – beispielsweise Lufthansa Miles & More Gold* zuzulegen, die einen Meilenverfall verhindert oder die Punkte erst kurz vor der Buchung einer Flugreise vom Kreditkartenkonto aufs Meilenkonto zu übertragen.

Zum Angebot: Lufthansa Miles & More Gold ansehen*

5. Gezielt und clever einkaufen

Ob der Supermarkt um die Ecke, das Zeitschriften-Abo oder der Stromanbieter – bei fast allen Dienstleistern und Shops haben Sie die Möglichkeit, clever und strategisch einzukaufen und so lukrative Punkte und Boni einzusacken. Planen Sie Ihren Wocheneinkauf zum Beispiel und schauen Sie gezielt, bei welchem Supermarkt Sie die meisten Punkte über Coupon-Aktivierungen in der Payback-App erhalten. Bei 10- oder 20-fach Punkten auf einzelne Produkte oder sogar den kompletten Einkauf, gehen Sie nicht nur mit einem vollen Einkaufswagen, sondern auch mit einem prallen Punktekonto nach Hause.

Auch beim Wechsel von Strom-, Gas- oder DSL-Anbieter lohnt der Blick auf Angebotsseiten im Internet. Viele locken hier mit üppigen Meilen- oder Payback-Punkten. Bei einem Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter können Sie oftmals bis zu 20.000 Meilen als Bonus abgreifen. Außerdem gibt's gegen eine Zuzahlung hier und da bis zu 40.000 Meilen für ein Digital-Abo einer Tageszeitung. Diese 60.000 Meilen in Summe genügen schon, um ein Gratis-Ticket in der Business Class für einen Überseeflug zu erhalten.

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