Nach Mehrwertsteuer-Senkung

In diesen Supermärkten werden Lebensmittel günstiger

Frau im Supermarkt mit Maske
In diesen Supermärkten werden Lebensmittel jetzt günstiger
nedza, iStockphoto

Mehrwertsteuer-Senkung soll Kunden zum Vorteil werden

Beim Einkauf von Lebensmitteln sollen Kunden niedrigere Kosten durch die geplante Senkung der Mehrwertsteuer haben. Lebensmittelketten und Discounter kündigten an, die steuerlichen Vorteile an die Verbraucher weiterzugeben. Welche Supermärkte dies nun versprechen, erfahren Sie hier.

Lebensmittel günstiger? Edeka und Netto sind dabei

„In der aktuellen Situation kommt es mehr denn je darauf an, die Verbraucher zu entlasten und das Konsumklima in Deutschland zu stärken“, teilte Edeka am Freitag mit. Auch die Edeka-Tochter, der Netto Marken-Discount, versprach, die steuerlichen Vorteile „vollumfänglich“ an die Kunden weiterzugeben. Das Gleiche gilt auch für den nahezu namensgleichen Konkurrent Netto. Dieser will von Juli an „viele Produkte deutlich im Preis senken und so alle Kundinnen und Kunden an der Mehrwertsteuersenkung ganz direkt teilhaben lassen“.

Rewe, Aldi und Lidl geben die Mehrwertsteuer- Senkung ebenfalls weiter

Ähnlich äußerten sich andere Branchenvertreter. „Wir haben jetzt eine Menge Arbeit damit. Aber wir werden uns dieser Aufgabe stellen - und werden das auch an die Kunden weitergeben“, sagte ein Sprecher der Supermarktkette Rewe. Aldi Nord und Süd teilten der „Lebensmittelzeitung“ mit, die Discounter würden die „deutschen Verbraucher bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise“ unterstützen. Die Mehrwertsteuersenkung werde „in Form von günstigeren Preisen an die Kunden“ weitergegeben. Lidl und die Tochter Kaufland planen dies ebenfalls: „Wir werden alle Produkte des täglichen Bedarfs mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 16 anstatt 19 Prozent und dem ermäßigten Satz von 5 anstatt 7 Prozent anbieten“, hieß es in einer Mitteilung.

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Frage bleibt, ob andere Branchen mitziehen

Handelsexperten haben allerdings Zweifel, ob auch andere Branchen den Schritt mitgehen. „Es wird sich zeigen, ob jeder Unternehmer den Vorteil an die Verbraucher weitergibt, sagte die Steuerberaterin und Umsatz-Steuerexpertin der Beratung Bakertilly, Marion Fetzer. Gerade bei kleineren Geschäften oder Restaurants seien Preisveränderungen schwerer nachvollziehbar.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich darauf geeinigt, beide Steuersätze zu senken - von 19 auf 16 beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent. Gelten sollen die neuen Steuersätze vom 1. Juli bis 31. Dezember. Das soll die durch die Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogene Konjunktur ankurbeln. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) forderte den Handel auf, die Steuersenkung an die Verbraucher weiterzugeben - zwingen kann er die Geschäfte aber nicht.

Eine Beispielrechnung, was die Senkung für Ihren Geldbeutel bedeuten könnte, sehen Sie hier.

Quelle: DPA