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Mehrkosten Krankenversicherung: So wirkt sich die Beitragserhöhung auf Ihr Gehalt aus

So wirken sich neue Zusatzbeiträge auf Ihr Gehalt aus
So wirken sich neue Zusatzbeiträge auf Ihr Gehalt aus Erhöhung der Krankenkassenbeiträge befürchtet 02:03

Verdopplung der Zusatzbeiträge für die Krankenversicherung bis 2020

Bereits zu Beginn des Jahres 2016 erhöhten einige Krankenkassen ihre Versicherungsbeiträge. Doch nun die nächste Schockmeldung für alle gesetzlich Versicherten: Die Zusatzbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sollen in den nächsten Jahren weiter kräftig steigen. Bis 2020 soll sich der Zusatzbeitrag, der vom Arbeitnehmer alleine getragen wird, sogar verdoppeln, so Jürgen Wasem, Professor für Medizinmanagement an der Uni Duisburg-Essen. Auf wie viel sich die Beitragszahler einstellen müssen und welche Möglichkeit Sie haben, die Beitragshöhe zu senken.

Für einen Durchschnittsverdiener mit rund 3.000 Euro Brutto-Einkommen im Monat rechnet der Experte laut seiner Prognosen mit einer Steigerung von 42 Euro pro Monat. Bei einem Brutto-Einkommen von 1.000 Euro entstehen 14 Euro monatlich mehr Kosten und für bessere Verdiener mit einem monatlichen Brutto-Einkommen von 4.000 Euro sogar rund 60 Euro monatlich.

Je nachdem bei welcher Kasse man versichert ist, kann der Anstieg auch noch höher ausfallen. Grund dafür seien die steigenden Ausgaben der Kranken- und Pflegeversicherungen. Treffen aber wird es die Versicherten aller Kassen, sofern die Bundesregierung die Steigerungen wirklich beschließt. Arbeitnehmern bleibt dann nur ein Wechsel zu einer günstigeren Kasse. "Ich gebe allerdings zu bedenken, dass sich die Kassen auch in den Leistungen stark unterscheiden, man sollte also nicht nur auf den Beitrag gucken", so Wasem.

So können Sie sich ihre zukünftige Beitragshöhe selbst ausrechnen

Für gesetzlich Versicherte gilt bisher: Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlen jeweils 7,3 Prozent für die Krankenkasse und die Pflegeversicherung. Dazu kommen 1,1 Prozent durchschnittlicher Zusatzbeitrag, den Arbeitnehmer alleine tragen müssen. Plus 1,175 Prozent Anteil an der Pflegeversicherung. Macht 9,575 des Bruttolohnes, die der Arbeitnehmer derzeit monatlich abgeben muss.

Laut den Berechnungen der Uni Duisburg-Essen steigen der durchschnittliche Zusatzbeitrag bis 2020 auf 2,4 Prozent und der Anteil an der Pflegeversicherung auf 1,275 Prozent. Für den Arbeitnehmer würde das bedeuten, dass ihm zukünftig 10,975 Prozent des Bruttolohnes für die Krankenversicherung vom Gehalt abgezogen werden würde.

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