Mehr Telemedizin-Behandlungen in Gefängnissen im Südwesten

Ein Arzt sitzt während einer Videosprechstunde vor einem Laptop. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild
Ein Arzt sitzt während einer Videosprechstunde vor einem Laptop. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild
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07. Dezember 2021 - 7:52 Uhr

Heilbronn (dpa/lsw) - Die Behandlung per Telemedizin von Inhaftierten in den Gefängnissen in Baden-Württemberg hat deutlich zugenommen. Allein bis Ende Oktober gab es nach Angaben des Justizministeriums rund 4350 Behandlungen von Inhaftierten über digitale Kanäle, wie die "Heilbronner Stimme" und der "Südkurier" (Dienstag) berichten. Im Jahr 2020 waren es demnach noch rund 3770 solcher Behandlungen.

Die Behandlung per Telemedizin, also etwa in Form einer Videosprechstunde mit einem Arzt, habe sich mittlerweile in allen 17 Justizvollzugsanstalten des Landes erfolgreich etabliert, sagte ein Sprecher des Justizministeriums den Zeitungen. Das Land koste die Telemedizin in den Gefängnissen im Südwesten rund 1,2 Millionen Euro im Jahr. Das Ministerium geht von einer steigenden Zahl an Telemedizin-Behandlungen von Inhaftierten aus - in diesem Jahr dürfte die Zahl der Behandlungen demnach über 5000 steigen.

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Quelle: DPA