Bis zu 200 Euro Mehrkosten

Stromkosten im Corona-Check: So können Verbraucher sparen

04. Juni 2020 - 15:27 Uhr

Führt Corona zu höheren Stromkosten?

Ständig zuhause heißt: Ständig sind Licht, Computer oder Fernseher an. Durch die Corona-Pandemie verbringen die meisten Menschen viel mehr Zeit in den eigenen vier Wänden – und konsumieren mehr Strom. Zwischen 100 und 200 Euro Mehrkosten könnte das für einen Vierpersonenhaushalt bedeuten, warnt Hermann-Josef Tenhagen vom Verbraucher-Ratgeber Finanztip.

Aber wie können wir eine teure Stromrechnung verhindern - und wo ordentlich sparen? Wir sagen Ihnen im Video, mit welchen Tipps Sie Ihre Stromkosten senken können. Auch in Corona-Zeiten.

Laptop, TV und Smartphones verbrauchen wenig Strom

Home-Office am Computer, Video-Konferenzen im Homeschooling, mehr Zeit vor dem Fernseher und natürlich sehr viel mehr Kochen und Backen – es gibt viele Bereiche, in denen sich die Corona-Pandemie auch in einem erhöhten Stromverbrauch bemerkbar macht. Aber bedeutet das automatisch, dass unserer aller Stromkosten am Ende des Jahres in astronomische Höhen schnellen? 

Der Verbraucher-Experte beruhigt: kleinere Elektrogeräte wie Laptops, Smartphones oder Fernseher machen sich weniger in der Stromrechnung bemerkbar, so Hermann-Josef Tenhagen. Aber auch hier lässt sich sparen. So haben alte Plasmafernseher laut Tenhagen häufig einen hohen Stromverbrauch und PCs brauchen meist mehr Energie als Laptops.

Das sind die größten Stromfresser

Die wirklichen Stromfresser lauern an anderer Stelle: am meisten Strom verbrauchen Geräte, die Wärme oder Kälte erzeugen, so Tenhagen. Die größten Stromverbraucher sind seiner Einschätzung nach folgende:

  • Wasserkocher
  • Spülmaschine
  • Waschmaschine
  • Wäschetrockner
  • Kühlschrank

Durch eine effiziente Nutzung der Geräte lässt sich deshalb hier auch am meisten Strom sparen, so der Experte. Wie Sie Ihre Haushaltsgeräte möglichst effizient benutzen und mit welchen fünf Regeln Sie ganz nebenbei Strom sparen können, erklären wir Ihnen hier.

Alte funktionierende Geräte nicht ersetzen

Alte, funktionierende Geräte durch neuere stromsparendere Modelle zu ersetzen, ist laut dem Finanz-Experten allerdings keine gute Idee. Schließlich dauert es mehrere Jahre, die Anschaffungskosten wieder reinzuholen. Außerdem ist es auch ökologischer, Geräte so lange zu verwenden, bis sie kaputt sind. Wenn das Gerät allerdings seinen Geist aufgibt, sollten Sie bei einem Neukauf darauf achten, dass das Gerät wenig Energie und Wasser verbraucht.

Stromanbieterwechsel: Ja, aber mit Verstand

Der einfachste Weg, Stromkosten zu senken, ist für viele Verbraucher ein Wechsel des Vertrags. Worauf Sie bei einem Wechsel des Stromanbieters achten müssen und wie das Ganze funktioniert, erfahren Sie hier. Allerdings sollten Sie sich bei einem möglichen Wechsel nicht von einmaligen Bonuszahlungen blenden lassen. "Bonuszahlungen kann man machen", erklärt der Experte. "Aber man muss dann tatsächlich darauf achten, dass man, wenn der Vertrag abgelaufen ist, nach den 12 Monaten den neuen Wechsel schafft". Vor einem Wechsel könne es zudem sinnvoll sein, beim eigenen Anbieter nachzufragen, ob es Verträge zu günstigeren Konditionen gibt, so Tenhagen. 

Wer keine Lust hat, seinen Stromtarif selbst zu überprüfen oder den Überblick zwischen den vielen Anbietern verliert, kann einen Wechseldienst beauftragen. Wie das funktioniert und ob sich das wirklich lohnt, erfahren Sie hier.