Mehr Flüchtlinge als vor einem Jahr in Schleswig-Holstein

15. November 2019 - 15:12 Uhr

Schleswig-Holstein hat im Oktober mehr Flüchtlinge aufgenommen als im Vorjahresmonat. Laut dem am Freitag in Kiel veröffentlichten Monatsbericht des Landesamts für Ausländerangelegenheiten kamen im Oktober 349 Flüchtlinge. Im Oktober 2018 seien es noch 320 gewesen. Im Vergleich zum September (350) blieb die Zahl fast gleich.

Seit Januar kamen bis Ende Oktober 3376 Flüchtlinge in den Norden - rund 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. "Eine Hochrechnung aufs ganze Jahr wäre allerdings angesichts der unsicheren Lage in den Hauptherkunftsländern weiterhin verfrüht", hieß es im Bericht.

Bis Ende Oktober haben 1079 Menschen das Land wieder verlassen. Das sind etwa ein Viertel mehr als im ganzen Jahr 2018 (860 Menschen). Deutlich gestiegen seien sowohl die Zahl der der freiwilligen Ausreisen (von 517 auf 637) als auch die Abschiebungen in die Herkunftsländer oder andere aufnahmeverpflichtete Staaten (von 171 auf 307).

In den Landesunterkünften waren Ende Oktober in Neumünster 608 Schutzsuchende untergebracht, in Boostedt 574 und in Rendsburg 471. Insgesamt standen 2947 Plätze zur Verfügung, 1653 davon waren belegt. Die Leerstandsquote betrug 44 Prozent.

"Schleswig-Holstein ist insgesamt im Bereich der Zuwanderung, der Aufnahme, aber auch der Rückführung von Menschen, die unser Land nach Abschluss des rechtsstaatlichen Verfahrens wieder verlassen müssen, gut aufgestellt", sagte Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU). "Wir haben im Bereich der Rückführung weiterhin eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr."

Quelle: DPA