Mark Zuckerberg kündigt radikalen Kurswechsel an

Das soll sich bei Facebook bald ändern

07. März 2019 - 16:55 Uhr

Mehr Privatsphäre für Facebook-User

Bisher war Facebook nicht dafür bekannt, besonders viel Wert auf Datenschutz zu legen. Das will der Chef des sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, ändern. Er kündigte an, dass Facebook in Zukunft mehr für die Privatsphäre seiner User tun wolle. Dafür soll sich auf der Social-Media-Plattform einiges tun. Die wichtigsten Veränderungen, die der Facebook-Chef angekündigt hat, gibt es im Video oben.

Zuckerberg will Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführen

"Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt", erklärte Zuckerberg.

Damit läutete der Facebook-Chef einen radikalen Kurswechsel ein. In den frühen Jahren der Plattform glaubte Zuckerberg noch, der Trend gehe dahin, dass die Menschen immer mehr über sich öffentlich machen wollen. Diese Annahme hat er inzwischen überdacht und will den Usern jetzt wieder mehr Privatsphäre einräumen.

Zum Beispiel soll es bei Facebook bald eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geben, ähnlich wie beim Messenger-Dienst Whatsapp. Damit könnte auch Facebook selbst bei den Nachrichten, die die User privat untereinander verschicken, nicht mehr mitlesen.

Facebook verdient Geld mit dem Sammeln von Daten

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg will in Zukunft mehr Wert auf die Privatsphäre der Facebook-User legen.
© dpa, Marcio Jose Sanchez, MS pat wst fdt

Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica, bei dem die Datenanalyse-Firma über eine Umfrage-App massenweise Nutzerdaten abgegriffen hatte, war Facebook massiv in die Kritik geraten. Facebook will nun offenbar das Image als "Datenkrake" loswerden.

Dafür ist aber wohl noch ein bisschen Überzeugungsarbeit nötig. "Ich verstehe, dass viele Leute nicht glauben, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte", räumte Zuckerberg ein. Bisher war es nämlich das Geschäftsmodell von Facebook, so viele Informationen wie möglich über seine User zu sammeln. Denn nur so kann das Netzwerk zielgerichtete Werbung vermitteln. Wie Facebook in Zukunft Geld verdienen will, erklärte Zuckerberg nicht.