Mehr Beschwerden über Arbeit der Polizei 2019

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" ist an einem Revier angebracht. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild/Symbolbild
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29. März 2020 - 10:50 Uhr

Sachsens Polizei hat im vergangenen Jahr 276 Beschwerden in eigener Sache registriert. Das waren 45 mehr als 2018, wie die Staatskanzlei in Dresden am Sonntag mitteilte. In 266 Fälle richteten sich danach Bürger an die 2016 eingerichtete Zentrale Stelle für diese Angelegenheit, zehn Beschwerden kamen von Polizeibediensteten. Mehr als ein Viertel betrafen die Polizeidirektion Dresden. In zehn Fällen wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen Polizeibedienstete eingeleitet und in fünf Fällen interne Untersuchungen.

104 der Hinweise erwiesen sich als begründet und teilweise begründet, 117 als unbegründet. Kritisiert wurden etwa Wortwahl und Auftreten von Beamten gegenüber Bürgern oder Fehlverhalten im Straßenverkehr, kommunikative Defizite bei Anzeigenaufnahme, Notrufbearbeitung und Nachvollziehbarkeit von Ermittlungen oder Agieren bei Verkehrsunfällen.

Abgesehen davon baten Bürger in 196 sonstigen Anliegen um polizeiliche Präsenz an bestimmten Orten im Zusammenhang mit Kriminalität und Verkehr. Laut Staatskanzlei gab es aber auch Lob und Anerkennung für polizeiliche Einsätze und das Handeln einzelner Beamter. Gemessen an der Zahl von rund 13.000 Polizisten landesweit lägen die Beschwerden auf niedrigem Niveau. "Das spricht für die gute Arbeit der allermeisten Polizeibediensteten."

Quelle: DPA