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Mehr Berliner dürfen Schreckschusswaffen bei sich haben

Schreckschusswaffe
Hände laden eine Schreckschuss-Pistole "Walther P22" mit einem Magazin. Foto: Oliver Killig/Archiv © deutsche presse agentur

Immer mehr Berliner dürfen täuschend echt aussehende Waffen wie Schreckschusspistolen in der Öffentlichkeit bei sich haben. Die Zahl der Kleinen Waffenscheine in der Hauptstadt habe sich seit 2014 von knapp 9000 auf annähernd 19.000 Ende Oktober 2018 mehr als verdoppelt, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Damit setzt sich der Trend der Vorjahre fort.

Den Kleinen Waffenschein benötigt man, wenn man legal erhältliche Schreckschuss- und Gaspistolen sowie Pistolen zum Verschießen von Leuchtkugeln in der Öffentlichkeit tragen will. Man darf sie dann aber nicht offen sichtbar dabei haben, sondern nur verdeckt. Damit schießen darf man nur im Notfall. Der Kleine Waffenschein kostet 50 Euro und wird Erwachsenen bei persönlicher Eignung genehmigt.

Unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter allen Innenministerien berichtete das RND, der Anstieg betreffe alle Bundesländer und betrage in dem Zeitraum rund 130 Prozent. Bundesweit habe es Ende Oktober knapp 600.000 Kleine Waffenscheine gegeben.

Der Vizevorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, warnte laut dem Bericht: "Es besteht die Gefahr, dass Waffen nicht ordnungsgemäß eingesetzt werden und ihre Inhaber sich selbst gefährden." Es könne auch zu Überreaktionen kommen, weil das Gegenüber meist nicht einschätzen könne, um welche Art von Waffe es sich handele und wie geübt ihr Inhaber sei.


Quelle: DPA

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