Die meisten missachten den Mindestabstand

Mehr als 1,2 Millionen Euro Corona-Bußgelder in Hamburg eingenommen

Corona-Zweifler demonstrieren in Hamburg
© dpa, Daniel Bockwoldt, dbo wst

30. November 2020 - 7:43 Uhr

Üppiger Corona-Bußgeldkatalog sorgt für Einnahmen

Der Corona-Bußgeldkatalog ist lang. Wer im Einkaufszentrum keine Mund-Nase-Bedeckung trägt, muss zum Beispiel mit einem Bußgeld von bis zu 150 Euro rechnen. Am meisten Geld nahmen die Behörden aber für einen anderen Tatbestand ein.

Wer gegen den Mindestabstand verstößt zahlt 150 Euro

Mehr als 1,2 Millionen Euro Corona-Bußgelder hat die Stadt Hamburg bislang eingenommen. "Dabei gehen die meisten angezeigten Verstöße auf die Nichteinhaltung des Mindestabstands zurück", sagte Einwohnerzentralamtssprecher Matthias Krumm. Demnach stammen mit Stand Mitte November fast 840.000 Euro aus diesen Tatbeständen. Personen, die beispielsweise an öffentlichen Orten nicht den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, müssen laut dem Bußgeldkatalog zur Corona-Eindämmungsverordnung bis zu 150 Euro zahlen.

Die meisten Hamburger halten sich an die Corona-Regeln

Der überwiegende Teil der Hamburger hält sich demnach weiterhin an die Regeln. Der Teil-Lockdown habe die Kontrolle der Regeln sogar vereinfacht. Mussten Polizisten vorher beispielsweise in Restaurants kontrollieren, ob die Erfassung der Kontaktdaten ordnungsgemäß erfolgt, ist jetzt oft auf den ersten Blick erkennbar, ob die Läden geschlossen sind, wie der Sprecher sagte.

Insgesamt sind laut Einwohnerzentralamt seit Einführung der Corona-Regeln rund 11.900 Bußgeldbescheide aus etwa 13.400 Ordnungswidrigkeitenverfahren ergangen.

Quelle: DPA / RTL.de