Mehr als 1.000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet

Seenotrettungskreuzer der Küstenwache
Seenotrettungskreuzer der Küstenwache
© dpa, Ingo Wagner

24. November 2014 - 10:30 Uhr

Flüchtlinge in Seenot geraten

Mehr als 1.000 Bootsflüchtlinge sind in den vergangenen Tagen im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden.

Vor der Küste Nordzyperns wurden rund 300 Menschen geborgen. Die mutmaßlich aus Syrien stammenden Migranten, darunter viele Frauen und Kinder, seien in eine Sporthalle der Küstenstadt Girne gebracht worden, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

Jedes Jahr versuchen Tausende Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen. Einer der Flüchtlinge sagte der Nachrichtenagentur Anadolu, Menschenschmuggler hätten den Migranten versprochen, sie nach Italien zu bringen. Jeder habe dafür umgerechnet rund 5.000 Euro gezahlt.

Zwischen Donnerstag und Samstag waren bereits insgesamt 787 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Allein am Donnerstag und Freitag barg die italienische Küstenwache 520 Menschen von fünf verschiedenen Booten, wie die Behörde mitteilte. Weitere 78 Menschen seien von einem Handelsschiff aufgenommen worden. Die Flüchtlinge kommen aus Nigeria, Ghana, Sambia, Burundi, dem Senegal sowie dem Sudan. Sie wurden in den sizilianischen Hafen Porto Empedocle gebracht.