Sie will unter keinen Umständen ins Weiße Haus

Weltmeisterin Megan Rapinoe wirft Präsident Trump Ausgrenzung vor

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12. Juli 2019 - 16:06 Uhr

Rapinoe bleibt standhaft

US-Fußballstar Megan Rapinoe hat im Privatduell gegen US-Präsident Donald Trump nachgelegt. Die frisch gebackene Weltmeisterin will auf keinen Fall im Weißen Haus geehrt werden. "Ich werde nicht gehen, und jede Mitspielerin, mit der ich darüber gesprochen habe, wird es auch nicht tun", stellte die 34-Jährige bei CCN klar. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand im Team ein Interesse daran hat, die Bühne, für die wir so hart gearbeitet haben, zu teilen." Schon vor der WM schloss Rapinoe ein Besuch bei Trump kategorisch aus - denn dem US-Präsidenten wirft sie Ausgrenzung vor.

"Ihr schließt mich aus!"

Nach dem gewonnen WM-Finale bekräftige Rapinoe zudem ihre deutliche Kritik an Trump und dessen Slogan "Make America Great Again". "Ich würde sagen, dass eure Botschaft mich ausschließt. Ihr schließt mich aus, ihr schließt Menschen aus, die wie ich aussehen. Ihr schließt auch farbige Leute aus", erklärte die US-Kapitänin.

Unermüdlicher Kampf gegen Diskriminierung

Rapinoe, die mit Basketballerin Sue Bird zusammen ist, setzt sich seit Jahren für die Rechte von Schwulen und Lesben sowie gleiche Bezahlung von Männern und Frauen ein. Gemeinsam mit anderen Sportlerinnen und Sportlern protestierte sie gegen Polizeigewalt und Rassismus. In Anlehnung an US-Footballer Colin Kaepernick kniete sie sich während der Nationalhymne nieder. Nachdem der amerikanische Verband ihr diese Protestaktionen verboten hat, singt sie die Hymne nicht mehr mit.

US-Frauen tragen beliebtestes Trikot aller Zeiten

Trotzdem ist die Begeisterung um Rapinoe und die US-Girls derzeit riesig. Das zeigen auch die Verkaufszahlen ihrer Trikots. Das Weltmeister-Jersey war einen Tag nach dem gewonnen Finale direkt ausverkauft. Ausrüster Nike teilte mit, dass es das bestverkaufte Fußballtrikot aller Zeiten des Sportartikelherstellers sei. Die Fans zeigen sich also solidarisch mit Anführerin Megan Rapinoe.