Mega-Evakuierung in Dortmund beendet

2 Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

Evakuierung in Dortmund
In Dortmund legt am Sonntag eine der größten Evakuierungen der Nachkriegsgeschichte die Innenstadt lahm.
bt hpl, dpa, Bernd Thissen

Anwohner sollten morgens ihre Häuser verlassen

In Dortmund legte am Sonntag eine der größten Evakuierungen der Nachkriegsgeschichte die Innenstadt lahm. Weil im Klinikviertel Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurden, mussten bis zu 14.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Tatsächlich gefunden wurden dann aber nur zwei Blindgänger. Beide wurden erfolgreich entschärft.

Zwei Fliegerbomben in Dortmund gefunden

An vier Stellen gab es den Verdacht, dass Blindgänger im Erdreich liegen könnten. Als die Kampfmittelräumer am Mittag die Verdachtspunkte freigelegt haben, zeigt sich, dass nur an zwei Stellen Fliegerbomben lagen. "Diese sind auch bezündert und müssen entschärft werden", sagte ein Sprecher. "Die zwei weiteren Verdachtspunkte haben sich als negativ herausgestellt", teilte die Stadt mit.

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Beide Blindgänger entschärft

Die Entschärfung begann mit etwas Verspätung. Der erste Blindgänger, den die Kampfmittelräumer unschädlich machten, war eine britische 250-Kilogramm-Bombe. Ihr Zünder wurde gesprengt.

Bald darauf ist auch der zweite Blindgänger entschärft - eine amerikanische 250-Kilogramm-Bombe, wie die Stadt mitteilte. Das Evakuierungsgebiet wurde freigegeben, die Bewohner durften zurück in ihre Wohnungen. Im Klinikum Dortmund wurden die Patienten in ihre Zimmer gebracht, die Notaufnahme öffnete wieder. Auch die Sperrung des Dortmunder Hauptbahnhofs wurde aufgehoben. Bis die Züge wieder nach Fahrplan fahren, wird es aber noch einige Zeit dauern.

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In dem dicht besiedelten Gebiet liegen auch zwei Kliniken. Bereits am Samstag wurden hunderte Patienten aus den Kliniken in Sicherheit gebracht. Einige wurden in andere Krankenhäuser verlegt, andere bleiben während der Aktion in als sicher identifizierten Bereichen der Klinikgebäude.

Ab dem Mittag wurde der Bahnverkehr im Ruhrgebiet eingeschränkt: Während der Entschärfung wurde der Bahnverkehr am Hauptbahnhof eingestellt. Der Fernverkehr wurde großräumig umgeleitet. Regionalzüge wendten in größeren Bahnhöfen vor Dortmund oder nahmen ebenfalls Ausweichstrecken.