Meerschweinchen-Kastration misslungen: Klage abgewiesen

Das Meerschweinchen Socke starb nach der Kastration. Der Tierärztin konnte kein Behandlungsfehler nachgewiesen werden.
Das Meerschweinchen Socke starb nach der Kastration. Der Tierärztin konnte kein Behandlungsfehler nachgewiesen werden.
© dpa, Privat

25. März 2015 - 12:14 Uhr

Kein Schadensersatz für die Besitzer von Jack und Socke

Ein Zivilprozess um die Kastration zweier Meerschweinchen? Klingt unglaublich, doch das Amtsgericht musste sich mit diesem kuriosen Fall auseinandersetzen - und wies die Klage ab.

Ein Ehepaar hatte Klage gegen eine Tierärztin eingereicht, weil die Frau die Tiere Jack und Socke nicht fachgerecht kastriert haben soll. Socke starb, Jack überlebte nach der Behandlung in einer Tierklinik. Die Kläger hatten knapp 880 Euro Schadensersatz verlangt, unter anderem für Behandlungskosten.

Die Veterinärin bestritt, einen Fehler gemacht zu haben. Sie warf den Besitzern der Tiere vor, Hygiene und Wundversorgung nach der Operation vernachlässigt zu haben. Das Gericht war nach der Beweisführung nicht ausreichend von einem Behandlungsfehler überzeugt.

Eine Verurteilung gab es dennoch: Die Kosten für einen beschädigten Tiertransportkorb in Höhe von knapp 20 Euro muss die Tierärztin tragen.