Meerbusch: Suche nach Anakonda geht weiter - so soll "Lati" jetzt geködert werden

27. August 2018 - 9:52 Uhr

Anglerverein hilft mit!

Wo ist sie nur? Von der zweieinhalb Meter langen Würgeschlange aus dem Latumer See in Meerbusch (NRW) fehlt weiter jede Spur. Jetzt will das Ordnungsamt Köder einsetzen, um das Tier zu fangen. Hilfe gibt es vom lokalen Anglerverein, der Reusen mit Fisch auslegt. Reusen sind kegelförmige Netze, in die die Schlange hinein kommt, aber nicht wieder heraus.

Anakonda wahrscheinlich in Latumer See ausgesetzt

Eine gelbe Anakonda sitzt auf einem Ast
Spaziergänger machten dieses Foto der Gelben Anakonda in Meerbusch.
© deutsche presse agentur

"Die Schlange versteckt sich vermutlich irgendwo im Gebüsch und wartet auf wärmere Temperaturen", sagte ein Sprecher des Ordnungsamtes. Sobald es wärmer werde, sei das Tier auch wieder mobiler und vermutlich leichter zu finden.

Ein Angler hatte die zweieinhalb Meter lange Schlange am vergangenen Donnerstag am Ufer entdeckt. Wenige Stunden später wurde sie laut Ordnungsamt noch mal gesichtet. Experten gehen anhand von Fotos davon aus, dass es sich bei dem Tier um eine "Gelbe Anakonda" handelt. Eine erste Suchaktion am Freitag war erfolglos geblieben.

Die Stadt sperrte den See vorsichtshalber ab und stellte Absperrgitter auf. Gefahr gehe von der Schlange wohl nicht aus, sagte der Behördensprecher. Sie flüchte eher, wenn sie Menschen entdecke.

Experten vermuten, dass die Schlange an dem See ausgesetzt wurde. In freier Natur kommen Anakondas in Südamerika vor. Laut Wikipedia wurde im Jahr 2016 eine Gelbe Anakonda in einem See in Bayern gefangen.