Experte zur Corona-Diagnose des US-Präsidenten

Mediziner Dr. Christoph Specht: „Trump gehört zur Risikogruppe"

02. Oktober 2020 - 20:37 Uhr

Seine Fettleibigkeit könnte zusätzliche Probleme machen

Donald Trump hat Corona, viele Menschen auf der ganzen Welt fragen sich, wie die Krankheit beim US-Präsidenten verlaufen wird, wie sehr er gefährdet ist. Fest steht, dass Trump schon allein wegen seines Alters zur Risikogruppe zählt, aber nicht nur deswegen. Warum, das erklärt der Mediziner Dr. Christoph Specht im ntv-Interview.

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Risiko durch Begleiterkrankungen schwer abzuschätzen

"Trump gehört zur Risikogruppe, denn er ist zum einen 74 Jahre alt, zum anderen nicht nur übergewichtig, sondern fettleibig", so Specht. Der Experte glaubt, dass Trump "damit rechnen muss, einen nicht ganz unauffälligen Verlauf" zu haben. Ein zusätzlicher Risikofaktor könne hoher Blutdruck sein und bei Trump gebe es Hinweise darauf, dass er diesbezüglich Probleme habe.

Auch Begleiterkrankungen könnten durchaus eine Rolle spielen. Man habe versucht, das rechnerisch zu erfassen, so Specht. Das sei allerdings nicht einfach, weil man das Zusammenspiel der Komorbiditäten (das sind verschiedene Krankheitsbilder, die zusätzlich zu Grunderkrankung hinzukommen) nicht genau einschätzen kann.

Weil man inzwischen aber viel gelernt habe über das Virus, stehen die Ärzte "nicht so zahnlos" da wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr, erklärt Specht. Man wisse mehr, wie man beatmen kann, welche Medikamente helfen könnten. Dennoch könnten Probleme auftreten, die unter Umständen Langzeitfolgen hätten.