Formel 1 in "fragilem" Zustand

McLaren-Chef Brown: "Ich sehe vier Teams verschwinden"

Vor dem Großen Preis von Australien
© dpa, Andy Brownbill, nwi

06. April 2020 - 7:36 Uhr

Corona-Krise setzt der Königsklasse schwer zu

Zak Brown vom Rennstall McLaren sieht die Formel 1 infolge der Corona-Krise in einem "fragilen Zustand". Die aktuelle Lage sei "für mehrere Teams möglicherweise bedrohlich", sagte der Firmenchef der BBC. Sollten "genügend Teams - was nicht unbedingt mehr als zwei bedeutet - betroffen sein, wäre auch die gesamte Formel 1 bedroht."

Einsparungen nötig

Am Montag wollen die Formel-1-Bosse über mögliche Einsparungen sprechen. Aktuell herrscht Uneinigkeit über die geeigneten Maßnahmen. Brown hält die Budget-Obergrenze, die ab 2021 bei 175 Millionen Dollar liegen soll, für zu hoch.

"Ob ich Teams von der Bildfläche verschwinden sehe, wenn wir die aktuelle Situation nicht aggressiv bekämpfen? Oh ja", sagte Brown: "Genau genommen sehe ich vier Teams verschwinden, wenn die Situation nicht richtig gehandhabt wird." Zudem würden potenzielle neue Besitzer derzeit anders als in der Vergangenheit nicht gerade Schlange stehen, so Brown.

Die ersten acht der 22 geplanten Saisonrennen waren verschoben oder komplett abgesagt worden. Nach aktuellem Plan geht die Saison Mitte Juni in Kanada los.