McKennie begrüßt Protest seiner Kollegen: "Starkes Zeichen"

Schalkes Weston McKennie lächelt. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa
© deutsche presse agentur

03. Juni 2020 - 12:22 Uhr

Weston McKennie vom FC Schalke 04 hat begrüßt, dass auch andere Bundesliga-Spieler wie Gladbachs Marcus Thuram oder die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi am vergangenen Spieltag öffentlich ihren Unmut gegen Polizeigewalt und Rassismus bekundet haben. "Das war wichtig und ein starkes Zeichen", sagte der US-Amerikaner im Interview der ARD auf "sportschau.de".

Der Bitte von Schiedsrichter Felix Zwayer während der Partie gegen Bremen (0:1), seine Armbinde mit der Aufschrift "Justice for George" ("Gerechtigkeit für George") zu entfernen, sei er bewusst nicht nachkommen: "Ich habe gedacht, das ist ein Zeichen gegen Rassismus, das wird kein Problem sein. Das ist sehr wichtig für mich. Ich bin Sportler, klar, aber zuerst bin ich Mensch."

McKennie äußerte sich positiv über die Reaktion des FC Schalke auf seinen Protest: "Der Verein steht hundert Prozent hinter mir." Allerdings sei er gebeten worden, beim nächstes Mal den Club vorher darüber zu informieren.

Andere Bundesliga-Profis wie die Dortmunder Sancho und Hakimi, Borussia Mönchengladbachs Thuram und Anthony Modeste vom 1. FC Köln hatten sich McKennie mit ähnlichen Aktionen angeschlossen. Damit dokumentierten sie ihre Solidarität mit dem zuvor in Minneapolis bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd.

Derzeit befasst sich der DFB-Kontrollausschuss mit den Protestbekundungen. Weil politische Äußerung in den Richtlinien untersagt sind, könnten die Profis sanktioniert werden.

Quelle: DPA