Mazedonien: Wahl ohne Zwischenfälle

13. Februar 2016 - 17:36 Uhr

Die Parlamentswahl in Mazedonien hat ohne die befürchteten Zwischenfälle begonnen. Rund 1,8 Millionen Bürger sind aufgerufen, eine neue Volksvertretung zu bestimmen. Erwartet wird die Bestätigung der bisherigen Machtverhältnisse. Regierungschef Nikola Gruevski verfügte mit seinen Koalitionspartnern schon bisher über eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Bei der letzten Wahl hatte es zahlreiche gewaltsame Zusammenstöße zwischen Anhängern rivalisierender Parteien gegeben.

In dem armen Balkanland gibt es traditionell Spannungen zwischen der slawischen Mehrheit und der albanischen Minderheit, die knapp ein Drittel der Bevölkerung ausmacht. Daneben gibt es noch Auseinandersetzungen der Albaner untereinander. Die Annäherung Mazedoniens an die NATO und EU wird vom Nachbarn Griechenland blockiert. Griechenland will, dass Mazedonien seinen Staatsnamen ändert, weil in Nordgriechenland schon eine Provinz mit diesem Namen existiert.