May oder Corbyn: England hat die Wahl - was machen die Jungen?

Chaos nach Cameron-Rücktritt

Großbritannien wählt ein neues Parlament. Die vorgezogenen Wahlen sind die Konsequenz eines vorangegangenen Urnenganges: Vor knapp einem Jahr waren die Briten aufgerufen, über den Verbleib des Königreiches in der EU abzustimmen. Entgegen aller Prognosen endete das Votum in einem Desaster für die EU und brachte den Brexit. Der konservative Premierminister David Cameron, der persönlich für einen Verbleib in der EU eingetreten war, trat zurück. Innenministerin Theresa May folgte ihm nach.

Wer darf beim Brexit mitreden?

Nach harten Auseinandersetzungen mit dem obersten Britischen Gericht und dem Parlament über das Prozedere des EU-Ausstiegs und ein Mitspracherecht bei den Verhandlungen mit der EU, kündigte May schließlich Neuwahlen an. Das Hin-und-Her hatte sichtlich an ihren Nerven gezehrt. Sie erhofft sich ein klares Mandat für den Vollzug des Brexits – notfalls auf die 'harte Tour', ohne einen Deal mit der EU.

May witterte ihre Chance und muss nun zittern

Klares Kalkül, denn lange sah es so aus, als ob die Wahl zum Selbstläufer für ihre konservative Partei würde. Am Tag der Ankündigung hatten sie einen Riesenvorsprung von mehr als 20 Prozentpunkten vor der Labour-Partei. May war sich offenbar sicher, nach der Wahl freie Hand zu haben für den Brexit. Mittlerweile sieht es für May nicht mehr nach einer ganz so sicheren Sache aus: Ihre Partei lag zuletzt nur noch wenige Prozentpunkte vor Labour und Spitzenkandidat Jeremy Corbyn. Seit der Brexit-Abstimmung und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sind Umfragen und Prognosen jedoch eine heikle Angelegenheit. Schon immer anfällig für Fehler oder Schwankungen, lagen sie in diesen beiden Fällen komplett daneben.

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Theresa May: Terror kompromisslos bekämpfen...

...notfalls mit leichter Beugung der Menschenrechte

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Unter dem Eindruck des Terrors

Nach den jüngsten Anschlägen von London und Manchester ist der Brexit jedoch nicht mehr das bestimmende Thema. Die Briten fragen sich und ihre Politiker, wie es um die Innere Sicherheit auf der Insel bestellt ist. Normalerweise ein Thema, das den konservativen Tories in die Hände spielt. May aber wird vorgeworfen, während ihrer Zeit als Innenministerin für den Abbau von über 20.000 Stellen bei der Polizei mitverantwortlich gewesen zu sein. Auf starke Kritik der Opposition stießen ihre Äußerungen, notfalls Menschenrechte einzuschränken, um Terrorverdächtige länger festzuhalten oder schneller abzuschieben. Corbyn versprach in seinem Wahlprogramm 10.000 Polizisten zusätzlich.

Jeremy Corbyn setzt auf die Jugend...

...und appeliert an die Verantortung der Älteren

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Die Jungen haben es nicht so mit der Wahl

Der Altlinke Corbyn setzt sich außerdem für mehr soziale Gerechtigkeit ein und will die Kluft zwischen Arm und Reich verringern. Er spricht vor allem junge Wähler an, während die Tories ihre Stimmen bei den Älteren holen. Das allerdings könnte Corbyn zum Verhängnis werden. Denn laut 'Guardian' gehen nur 44 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wirklich am Wahltag in das Wahllokal. Ihnen stehen 66 Prozent der 35- bis 64-Jährigen und 80 Prozent derjenigen, die älter als 65 sind, entgegen. Der hohe Anteil der Nichtwähler war schon bei der Brexit-Abstimmung entscheidend. Es bleibt also spannend.

Wenn wählen eigentlich die Promis?

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Die meisten Promis unterstützen die Labour Partei, Billy Bragg ist sogar Mitglied. Den Tories schlägt von der Promi-Seite nicht ganz so viel Sympathie entgegen. zumindest nicht öffentlich.