Max Verstappen "wie der junge Schumacher"

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Holländer spaltet die Formel 1

Max Verstappen spaltet das Fahrerlager in der Formel 1: Die einen sehen in ihm einen Crash-Piloten, die anderen erkennen in dem Holländer einen jungen Schumacher.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff findet Verstappens Auftritte zwar mitunter "gefährlich", aber eben auch "erfrischend. Er kommt rein, hat keine Angst und fährt die Ellbogen aus." Der Teenager erinnere ihn an "den jungen Lewis Hamilton, auch an Ayrton Senna".

Und diese Vergleiche mit den Größten der Branche häufen sich. Die selbstbewusste Fahrweise, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bei motorsport-magazin.com, lasse ihn an den "jungen Michael Schumacher" denken: "Damals hat Senna auch einen riesen Aufstand gemacht, weil der nicht sofort Platz gemacht hat." Wenn junge Fahrer frech auftreten, so Marko, dann jammern die Etablierten eben.

Verstappen: Räikkönen und Vettel sollen sich schämen

Und frech ist der 18-Jährige nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke. Die Kritik an seine harten Aktionen gegen das Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen bezeichnete er als "eine große Lüge. Ich habe nur meine Position verteidigt. Wenn das jemandem nicht gefällt, dann ist das sein Problem." Räikkönen und Vettel sollten sich zudem "schämen" für ihre Kritik: "Wenn sie mein Rennen versauen, werde ich es ihnen nicht leicht machen."

Rückendeckung erhielt Verstappen von der Rennleitung, die keinen Anlass für Untersuchungen sah - und von seinen zahlreichen Fans im Fahrerlager. Denn nicht wenige sind der Meinung, dass ein Typ wie Verstappen mit seinem Talent, seinen Kanten und all seinen Fans der Serie nur gut tun kann - wie einst ein gewisser Michael Schumacher.