Max Verstappen kontert Kritik von Jacques Villeneuve auf widerliche Art

Max Verstappen attackiert nicht nur auf der Piste, sondern gerne auch abseits davon. Der 18-Jährige reagierte mit einem pietätlosen Vergleich auf die Kritik an seinem Fahrstil.

Jacques Villeneuve hatte – wie so viele andere - das gefährliche Ausbremsmanöver des Holländers in Spa gegen Kimi Räikkönen kritisiert. "Wenn er so weiterfährt, killt er eines Tages noch jemanden“, hatte der Ex-Weltmeister prophezeit. Verstappens Antwort ließ nicht lange auf sich warten. "Villeneuve soll aufpassen mit seiner Aussage, dass jemand getötet wird, weil er selbst schon jemanden tot gefahren hat. Er soll ganz ruhig sein“, gab der Red-Bull-Pilot von sich.

Damit spielte er auf Villeneuves Unfall in Melbourne 2001 an: Nach einer Kollision mit Ralf Schumacher flog ein Reifen von Villeneuves Auto durch ein Loch im Streckenzaun und verletzte einen Streckenposten tödlich.

Villeneuve vermutet schlechten Einfluss von Vater Jos Verstappen

Villeneuve reagierte auf Verstappens Replik mit Unverständnis: "Es ziemt sich nicht und ist respektlos gegenüber der Familie“, sagte der Kanadier bei motorsport-total.com mit Blick auf die Angehörigen des verstorbenen Streckenpostens. Der Holländer wäre damals erst drei Jahre alt gewesen und hätte sich wohl kaum eine eigene Meinung bilden können. "Ihm schreibt wohl jemand vor, was er zu sagen und zu denken hat“, so der Ex-Weltmeister, der dahinter Vater Jos vermutet, ohne es auszusprechen.

"Wenn es die gleiche Person ist, die ihm sagt, wie er auf der Rennstrecke zu fahren hat, dann sollte das jemandem zu denken geben“, sagte Villeneuve, der die Hoffnung auf Einsicht bei Verstappen aber noch nicht aufgegeben hat. "Er wird schon noch erwachsen werden, und das war’s dann auch.“