Ex-Schalker reagiert „zutiefst schockiert“

Max Meyers Vater reumütig: Im Lambo durch „verbotene Stadt“ Gelsenkirchen war eine Wette

29. Mai 2020 - 18:02 Uhr

"Lambo vom Pleite-Club!"

Der Vater des früheren Schalker Fußball-Profis Max Meyer hat mit einem Protz-Video eine Menge Aufregung entfacht. "Besser geht nicht, Männer. Durch die verbotene Stadt, Gelsenkirchen, zum Steuerberater. Schön mit dem bezahlten Lambo vom Pleite-Club! Herrlich", tönt der Mann während der Fahrt in sein Smartphone.

Papa Meyer entschuldigt sich: Es war eine Wette

Das Video war in den sozialen Medien aufgetaucht. Wann es aufgenommen wurde, ist offen. Max Meyer distanzierte sich umgehend. "Ich bin gerade auf ein Video meines Vaters aufmerksam gemacht worden. Ich bin zutiefst schockiert über dieses Video. Das passt nicht in meine Welt, das passt nicht in diese Zeit, das passt in gar keine Zeit", schrieb der 24-Jährige bei Instagram und Facebook.

Vater Hans-Joachim entschuldigte sich mittlerweile für seinen Auftritt. "Es war eine Wette und ein Gag unter Kumpels. Als Schalke gegen Gladbach überragend gewonnen hatte, habe ich mich aus dem Fenster gelehnt und gesagt, Schalke wird am Saisonende vor Gladbach und Dortmund sein. Ich habe verloren und musste die Wettschulden einlösen", sagte der Papa von Max der "Bild".

"Der Einsatz war, ein Video zu drehen, in dem man sich in einem vorgegebenen Wortlaut über seinen Lieblings-Verein lustig macht. Ich habe das Video in unsere Gruppe gestellt, und dann nahm das Unheil seinen Lauf", so Hans-Joachim Meyer, der sich bei seinem Sohn entschuldigte: "Mehr Mist als ich in dem Moment kann man nicht bauen. Wir vertrauen uns. Dass er jetzt sauer ist, kann man doch absolut nachvollziehen."

Meyer spielte von 2009 bis 2018 bei den Schalkern, ehe er die Königsblauen nach einem gescheiterten Vertragspoker im Unfrieden ablösefrei verließ. Derzeit steht er beim Londoner Premier-League-Club Crystal Palace unter Vertrag. "Ich habe Schalke 04 sehr, sehr viel zu verdanken und distanziere mich entschieden von der Art und dem Inhalt dieses Videos", schrieb Meyer.