Teamchef nach Ferrari-Desaster in der Kritik

Mattia Binotto räumt ein: "Wäre manchmal gerne strenger"

18. November 2019 - 18:00 Uhr

Binotto bisweilen "vielleicht zu höflich"

Wer Mattia Binotto im Fahrerlager erlebt, mit ihm spricht, ihn etwas näher kennenlernt, der wird mit großer Sicherheit zu dem Schluss kommen: Der Ferrari-Teamchef ist extrem sympathisch, vielleicht sogar die sympathischste Figur im großen Formel-1-Zirkus. Doch genau wegen dieser Eigenschaft steht der 50-Jährige nach dem Scuderia-Desaster beim Brasilien-GP - speziell in Italien - schwer unter Beschuss.

Binotto habe die Teamrivalen Sebastian Vettel und Charles Leclerc nicht im Griff, kritisieren die Ferrari-Beobachter. Schon vor dem Waterloo der Roten in Interlagos gab Binotto RTL am Rande des US-GP ein exklusives Interview - und goss Wasser auf die Mühlen seiner eigenen Kritiker, die ihm vorwerfen, zu nett zu sein. Welche Eigenschaft Binotto bei sich vermisst und warum er glaubt, dass ihm seine Erfahrung als Vater im Umgang mit seinen Piloten hilft, sehen Sie im Video.

Scuderia-Capo muss Vettel und Leclerc auf Linie bringen

"Typische Sonntage gibt's bei mir nicht. Ich mag Überraschungen, es muss immer etwas anderes los sein", sagte Binotto in dem - auf italienisch geführten - Interview mit RTL-Reporterin Anna Nentwig.

Böse Überraschungen, wie der verheerende Touch, mit dem sich Vettel und Leclerc in Sao Paulo aus dem Rennen kegelten, gehören aber sicher nicht dazu.

Binotto ist nach dem Total-Ausfall seiner Piloten mehr denn je als Krisenmanager gefordert: Der Scuderia-Capo muss seine "ungezogenen Kinder" auf Linie bringen. Und die heißt beim Team aus Maranello immer: Ferrari steht über allem.

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