Mats Hummels bricht Lanze für Bundestrainer Joachim Löw

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6. September 2018 - 9:35 Uhr

Duell gegen Frankreich ist die erste Bewährungsprobe

Heute startet die deutsche Nationalmannschaft in München mit dem Duell gegen Frankreich in die Nations League. Obwohl es gegen den Weltmeister geht und obwohl es sich um die Premiere eines neuen internationalen Wettbewerbs handelt, ist die sportliche Bedeutung des Spiels fast zweitrangig.

Hummels: "Wir Spieler haben uns das eingebrockt"

Vielmehr geht es für Bundestrainer Joachim Löw und seine Auswahl darum, bei den Fans den komplett verspielten Kredit zurückzugewinnen. Fußball-Deutschland erwartet nach dem WM-Desaster ein deutliches Zeichen, dass Coach und Mannschaft mit allen Mitteln die Schmach von Russland vergessen machen wollen. Bedingungsloser Einsatz, Siegeswillen und Kampfgeist sind gefordert.

Mats Hummels zweifelt nicht daran, dass Löw die deutsche Nationalmannschaft wieder zum Erfolg führen wird. "Wir alle wissen, dass der Bundestrainer sehr viel Kritik einstecken musste für Sachen, die wir Spieler auf dem Platz uns eingebrockt haben" sagte der Abwehrspieler dem "kicker".

Löw hat nichts von seiner Autorität verloren

"Wir wissen, was wir an diesem Bundestrainer haben, wie unglaublich gut er die Nationalmannschaft geführt hat, seit 2006 allein und davor als Co-Trainer: Er wird von der Mannschaft das Richtige auf dem Platz zurückbekommen", so Hummels weiter. Löw habe "bei uns Spielern auf keinen Fall an Autorität verloren".

Weltmeister Frankreich vor Duell mit Deutschland noch immer in Feierlaune

Löw und die Mannschaft müssen liefern

"Ein Trainer, der eigene Fehler eingesteht, gewinnt bei einer Mannschaft sehr viel an Kredit und Stellenwert, diese Erfahrung habe ich gemacht. Der Bundestrainer hat bei der Mannschaft überhaupt nichts von seinem Stellenwert verloren, er hat sogar gewonnen", spekuliert Hummels. Gelingt der Beweis nicht, dürfte die Luft für den Chef-Coach des DFB immer dünner werden.