Massen-Party trotz Corona

Todesfall, Vergewaltigung und Messerstecherei bei illegalen Raves in Großbritannien

June 3, 2020, Manchester, United Kingdom: Police drive past as street artist, Akse P19, puts the finishing touches to hi
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© imago images/ZUMA Wire, Kenny Brown via www.imago-images.de, www.imago-images.de

15. Juni 2020 - 20:17 Uhr

Tausende Menschen feiern in England

Trotz Corona wurde gefeiert – mit tragischen Folgen. Bei zwei illegalen Raves mit knapp 6.000 Teilnehmern im Nordwesten Englands hat es am Samstag einen Toten und mehrere Verletzte gegeben.

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Messerattacken, Vergewaltigung und ein Toter bei illegalen Partys

Nach der Party in Droylsden nahe Manchester starb laut Polizei ein 20-jähriger mutmaßlich an einer Drogenüberdosis. Bis zu 4.000 Menschen hatten sich am Samstag dort zu dem illegalen Rave versammelt.

Im Raum Carrington kamen knapp 2.000 Partylustige – hier ermittelt die Polizei nach der Vergewaltigung einer 18 Jahre jungen Frau. Zudem wurden bei verschiedene Messerattacken drei Menschen verletzt, einer davon wohl lebensgefährlich.

"Nur egoistische Idioten"

"Diese Raves waren illegal und du ich verurteile, dass sie stattgefunden haben. Sie waren klar ein Verstoß gegen die Coronavirus-Gesetze und Regeln und sie hatten tragische Folgen", so der stellvertretende Polizeichef Chris Sykes. Der nächtliche Wirtschaftsberater der Region Sacha Lord zeigte sich ebenfalls verärgert über die illegalen Veranstaltungen und twitterte:" Ich habe einiges von dem Filmmaterial gesehen. Sie sind keine Clubber. Nur egoistische Idioten".

Laut dem Nachrichtensender BBC beteiligten sich Freiwillige an den Aufräumarbeiten. Auf dem Partygelände lagen leere Flaschen, Plastikbeutel, Benzinkanister und Gasflaschen verstreut herum.

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