Massengrab in Mexiko entdeckt

13. Februar 2016 - 17:20 Uhr

Im Süden Mexikos haben Behörden ein Massengrab mit 167 Toten entdeckt. Der starke Verwesungszustand deute darauf hin, dass die Leichname bereits vor über 50 Jahren dort abgeladen worden seien, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Die Todesursache und die Identität der Toten würden noch untersucht. Anzeichen von Gewalt seien zunächst nicht zu erkennen gewesen.

Das Grab befindet sich in einer Höhle auf dem Gelände einer abgelegenen Farm unweit der Grenze zu Guatemala. Die Gegend wird häufig von Migranten aus Mittelamerika durchquert, die sich auf dem Weg in die USA befinden.

In Guatemala endete 1996 nach 36 Jahren ein Bürgerkrieg, bei dem schätzungsweise 250.000 Menschen starben. 45.000 Menschen blieben vermisst. Aktivisten vermuten, dass die meisten davon von Soldaten getötet und an geheimen Orten vergraben wurden.