Masern in äthiopischen Flüchtlingscamps

13. Februar 2016 - 17:14 Uhr

In den äthiopischen Flüchtlingslagern an der Grenze zu Somalia ist es zu einem gefährlichen Masern-Ausbruch gekommen. Das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR warnte, dass eine Epidemie zum jetzigen Zeitpunkt zahlreiche Todesopfer fordern könnte. "Die Mischung aus Masern und akuter Unterernährung kann tödlich sein", heißt es in einer Mitteilung. Besonders für die geschwächten Kinder sei die Krankheit sehr gefährlich.

Offiziell gebe es allein im Camp Kobe, in dem 25.000 Menschen überwiegend aus Somalia Zuflucht vor Hunger und Dürre gesucht haben, 47 Fälle von Masern. Mindestens drei Menschen seien in der vergangenen Woche an der Krankheit gestorben. Wahrscheinlich liege die Zahl der Erkrankten und der Opfer aber bereits weit höher.