Gesetzentwurf

Masern-Impfpflicht: Minister Spahn macht ernst und plant Geldstrafen

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15. Mai 2019 - 7:49 Uhr

2.500 Euro, wenn das Kind nicht geimpft ist

Masern sind hoch ansteckend und gefährlich - und unnötig, denn Impfungen bieten zuverlässig Schutz. Deswegen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will jetzt verpflichtende Masern-Impfungen für Kita- und Schulkinder durchsetzen. Mit Maßnahmen wie Geldstrafen von bis zu 2.500 Euro und einem Ausschluss vom Kita-Besuch.

SPD unterstützt Impfpflicht gegen Masern

Das sei Teil des Gesetzentwurfs, den der CDU-Politiker nun vorlegte, berichtet die "Bild am Sonntag". "Wir wollen alle Kinder davor schützen, sich mit Masern zu infizieren", sagte er dem Blatt. "Deswegen sollen alle, die eine Kita oder Schule besuchen, gegen Masern geimpft sein. Wer dort neu aufgenommen wird, muss das nachweisen."

Spahn hatte die Vorschläge für eine Impflicht angekündigt. Auch die SPD unterstützt verpflichtende Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen. Masern sind hochansteckend und können in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen.

Unicef: „Fast alle Infektionen sind vermeidbar“

Für das UN-Kinderhilfswerk Unicef ist die Sache klar: "Fast alle Infektionen sind vermeidbar", heißt es dort. Eine eindeutige Position vertritt auch der Allgemeinmediziner Dr. Christoph Seeber. Er sagt: "Impfgegner sind dumm und asozial". Warum er das so sieht, warum es für ihn keinen Sinn macht, mit Impfgegnern zu diskutieren - in unserem Video!