Söder mit klarer Ansage

Lockerungen nur bei Inzidenz von unter 50

28. Januar 2021 - 8:58 Uhr

Debatte über Lockerungen: Nicht den Mund wässrig machen

Der bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hält derzeit nichts von Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen. Die Gefahr sei einfach zu groß, dass sich die Mutation des Virus in Deutschland schnell ausbreitet.

Im RTL/ntv "Frühstart" sagte Söder: "Im Moment ist es vielleicht besser, etwas das Wasser zu halten, als allen den Mund wässrig zu machen (im Video).

Die Maßnahmen, die bereits beschlossen wurden, liefen ja noch fast drei Wochen, sagte Söder: "Wenn wir jetzt ständig nur über Lockerungen reden, dann schwächen wir auch ein bisschen die Akzeptanz der bisherigen Maßnahmen."

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"Inzidenzen müssen unter 50 sein"

Die magische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen bleibt auch für Söder das das Maß in der Corona-Pandemie. Über Lockerungen könne man reden, wenn die Zahlen "niedrig bleiben, wenn sie runtergehen", sagte der CSU-Chef.

Aber konkret lockern? Söders klare Ansage: "Sie müssen unter 50 sein. Man darf nicht vergessen: Als wir letztes Jahr gelockert haben nach dem Frühjahr, waren wir überall bei unter 10 zum Teil."

Weiter warnte Söder vor einer Kombination aus Öffnungen und der Mutation des Virus: Denn die Kombination aus Mutation und zu schneller Lockerung, das ist wirklich eine gefährliche Entwicklung."

Wer öffnet als erstes?

Hier sagte Bayerns Ministerpräsident: "Für mich ist eines ganz klar: Die Priorität haben dann Schulen und Kitas, aber auch nur ganz vorsichtig bei den Kleinsten und nur im Wechselunterricht."

Söder kritisiert Impfstrategie: "Quälen uns bis in den Spätsommer"

Dass in anderen Ländern bereits die "Enkel" geimpft würden und in Deutschland die Großeltern keinen Impf-Termin bekämen, sei "nicht akzeptabel", sagte Söder.

Explizit äußerte Söder auch die Sorge, dass die USA und China "im April mit dem Impfen komplett durch sind". Diese Länder könnten dann durchstarten "und wir quälen uns bis in den Spätsommer hinein. Das kann keine Strategie sein, die sinnvoll ist."