"Ich hatte wirklich Herzklopfen"

Markus Rehm ist Deutschlands Parasportler des Jahrzehnts

Markus Rehm in Action.
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27. November 2020 - 17:11 Uhr

Große Ehre, große Emotionen

Tolle Auszeichnung für Markus Rehm: Der Weitsprung-Rekordler von Bayer Leverkusen ist vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) zu Deutschlands Parasportler des Jahrzehnts gewählt worden. Dieser Ritterschlag entlockte dem 32-Jährigen einige Emotionen.

Ehrung "ganz andere Hausnummer" als alle davor

"Ich hatte ich wirklich Herzklopfen, weil das schon eine ganz besondere Auszeichnung ist", sagte der zweimalige Paralympics-Sieger, nachdem er am Donnerstag zu später Stunde von der Auszeichnung erfahren hatte. Es bedeute ihm "unheimlich viel. Ich durfte ja schon Parasportler des Jahres werden, aber eine Ehrung über das gesamte Jahrzehnt ist noch mal eine ganz andere Hausnummer."

Der Titel ist für den beinamputierten Weitspringer schwer verdient. Seit seinem internationalen Debüt 2009 ist Rehm bei Höhepunkten im Parasport ungeschlagen; fünf Welt- und vier Europameisterschaftstitel stehen zu Buche, der Ausnahmeathlet gewann Gold bei den Paralympics 2012 und 2016 – und steigerte immer wieder seinen eigenen Weltrekord, der seit 2018 bei satten 8,48 Metern steht.

Rehm nicht nur im Parasport gefürchtet

Rehm trat sogar außerhalb von Para-Wettbewerben an – mit einem unglaublichen Ergebnis. 2014 versenkte er die versammelte deutsche Weitsprung-Elite und krönte sich zum Deutschen Meister. Ein Faktor für den anhaltenden Erfolg ist seine Trainerin, Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius.

Insgesamt ging es bei der Wahl zum Parasportler des Jahrzehnts sehr knapp zu. Mit 24,05 Prozent der insgesamt 10.000 Stimmen setzte sich Rehm hauchdünn gegen Ski-Rennläufer Gerd Schönfelder durch, der auf auf 22,78 Prozent der Stimmen kam.

RTL.de/sid