Skisprung-Saison steht vor der Tür

Skisprungstar Markus Eisenbichler: Oma drückt im Altenheim die Daumen

© dpa, Hendrik Schmidt, nic

22. November 2019 - 14:27 Uhr

Oma Eisenbichler ist der größte Fan

Der größte Fan von Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler sitzt an jedem Wintersport-Wochenende vor dem TV im Seniorenheim und drückt die Daumen. "Meine Oma fiebert immer vorm Fernseher mit. Die erzählt dann, wie begeistert alle sind. Die sagen: Das ist einer von uns", sagte Eisenbichler, als er seine Oma im Pflegeheim besuchte. Ab diesem Wochenende wird sie als Fan wieder gefragt sein - die Skisprungsaison startet.

Dreifach-Weltmeister will Weltcup-Erfolge

Beim Teamspringen auf der Großschanze in Wisla/Polen wird die neue Saison eröffnet. Die großen Hoffnungen der deutschen Adler ruhen dann wieder auf Eisenbichler. In der vergangenen Saison gewann der 28-Jährige bei der WM in Seefeld dreimal Gold, bei der prestigeträchtigen Vierschanzentournee wurde er Zweiter. Im Weltcup herrscht aber noch Nachholbedarf - hier hat 'Eisei' nur einen Sieg auf dem Konto. Das soll sich in dieser Saison ändern.

Saisonstart ohne Wellinger und Freund

Bundestrainer Stefan Horngacher, der in seine erste Saison mit den DSV-Adlern geht, muss auf Olympiasieger Andreas Wellinger und Ex-Weltmeister Severin Freund verzichten. Aufgrund eines Kreuzbandrisses im Juni steht Wellinger die ganze Saison nicht zur Verfügung. Er befindet zwar sich wieder im Training, doch der Heilungsproess zieht sich. Auch Severin Freund erlitt zuletzt einen Kreuzbandriss. Er wird aller Voraussicht bis zur Vierschanzentournee (28. Dezember bis 6. Januar) wieder fit sein.

Deutsche Mannschaft gut aufgestellt

"Wir sind gut aufgestellt, haben ein starkes Team", sagte Horngacher trotz der vielen Verletzten. Mit Springern wie Eisenbichler, Stephan Leyhe, Karl Geiger und Richard Freitag verfügt der ehemalige polnische Nationaltrainer über ein schlagkräftiges Team. Alle Athleten sind in der Lage aufs Podium zu springen. Auch am ersten Weltcup-Wochenende, wenn sicher auch Oma Eisenbichler wieder vor dem Fernseher sitzen wird.