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Markus Beyer: Ex-Box-Weltmeister und Ulli-Wegner-Schützling gestorben

Ex-Box-Champion Markus Beyer ist tot
Ex-Box-Champion Markus Beyer ist tot Er wurde nur 47 Jahre alt 01:36

Markus Beyer wurde nur 47 Jahre alt

Markus Beyer ist tot. Der frühere Box-Weltmeister im Supermittelgewicht starb nach kurzer, schwerer Krankeit in einem Berliner Krankenhaus. Er wurde nur 47 Jahre alt. Das teilte der MDR mit. Bei dem Sender hatte Beyer seit 2015 als Experte gearbeitet.

Beyer saß dreimal auf dem Weltmeister-Thron

"Wir sind bestürzt und trauern um einen großartigen Sportler und wunderbaren Kollegen", sagte MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi.

Beyer feierte seinen größten Erfolg 1999. In England entthronte der Rechtsausleger den WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht, Richie Woodhall. Der Schützling von Kult-Trainer Ulli Wegner war nach Max Schmeling und Ralf Rocchigiani erst der dritte Deutsche, dem es gelang, im Ausland einen WM-Titel zu erkämpfen. 2003 und 2004 holte er noch zwei weitere Male den WBC-Gürtel in der Klasse bis 76,2 Kilogramm. Im Jahr 2008 beendete er seine Karriere mit einer Bilanz von 35 Siegen (13 durch K.o.), drei Niederlagen und einem Unentschieden.

Ulli Wegner: Wie ein Schlag in die Magengrube

Markus Beyer (re.), alter und neuer WBC Weltmeister im Supermittelgewicht, freut sich mit Trainer Ulli Wegner (beide Deutschland) über seine erfolgreiche Titelverteidigung
Ein Herz und eine Seele: Mit Ulli Wegner in der Ecke gewann Beyer dreimal den WBC-Titel im Supermittelgewicht. © imago/Mausolf, imago sportfotodienst

Wegner reagierte geschockt auf die Nachricht vom Tod seines einstigen Schülers. "Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war - und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war durch und durch ein feiner Mensch", sagte der 76-Jährige: "Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen."

Auch seine ehemaligen Box-Kollegen schockierte die Nachricht. "Da tritt der Sport in den Hintergrund. Da hat er leider viel zu früh den wichtigsten Kampf verloren", sagte der frühere Schwergewichts-Boxer Axel Schulz bei Eurosport. "Da fehlen mir die Worte, ich bin sehr traurig. Ich habe gewusst, dass es ihm nicht so gut geht", so Gentleman-Boxer Henry Maske, 

Box-Deutschland verliert damit binnen kürzester Zeit erneut einen seiner Besten. Im Oktober waren die Faustkampf-Legenden Graciano Rocchigiani und Karl Mildenberger gestorben.

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