Nostalgie in Rinteln

Mark und Pfennig statt Euro und Cent: Die gute alte D-Mark ist zurück

13. März 2020 - 9:33 Uhr

So viel Alt-Geld ist noch im Umlauf

Als 2002 der Euro als Zahlungsmittel eingeführt wird, endet ein Stück deutsche Geschichte – die Ära der D-Mark. 18 Jahre später schlummern immer noch rund 12 Milliarden Mark in Sparstrümpfen, Geldbörsen oder Manteltaschen. Die Stadt Rinteln hat sich deshalb eine besondere Aktion einfallen lassen: Eine Woche lang kann hier wieder mit D-Mark bezahlt werden. Und tatsächlich finden immer noch viele Deutsche kleine oder größere Summen - und das an den kuriosesten Orten, wie Sie im Video sehen.

Shopping mit der D-Mark

Bekleidung und Schuhe, Schmuck, Brillen, Medikamente, Bücher und Spielzeug: Bis Samstag, den 14. März 2020, kann in Rinteln wieder mit Mark und Pfennig bezahlt werden. Und sogar in Restaurants wird die gute alte Deutsche Mark als Zahlungsmittel akzeptiert. Möglich macht das eine Aktion des Stadtmarketingvereins Pro Rinteln e.V. Stadtmanagerin Ricarda Mohr erklärt uns: "Mit der Euro-Krise hat diese Aktion nichts zu tun. Wir möchten für die Rintelner Geschäftswelt werben und die Menschen nach Rinteln holen." Denn "wer braucht schon den Euro, wenn er auch mit der D-Mark zahlen kann?", fragt sie schmunzelnd.

1 Euro sind 2 Mark

An der Einkaufs-Aktion in Rinteln nehmen 27 Geschäfte und Gaststätten teil. Die Teilnahme ist durch ein Plakat im Eingangsbereich gekennzeichnet. Mit der "Wiedereinführung" der D-Mark nehmen sie es in Rinteln übrigens ganz genau, denn der Wechselkurs beträgt 1:2. Also ganz nach dem Motto: 1 Euro? Das sind 2 Mark!