Nach Tod von George Floyd

Bundesliga-Stars setzen Zeichen gegen Rassismus

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© AP, Martin Meissner, DMV

01. Juni 2020 - 13:51 Uhr

Marcus Thuram erinnert an George Floyd

Der Afroamerikaner George Floyd starb am Montag mutmaßlich an den Folgen eines Polizeieinsatzes. Ein Video zeigt, wie ein Polizist minutenlang auf dem Hals des Mannes kniet. In den USA toben seitdem Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Unter anderem Bundesligaspieler Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach hat bei seinem ersten Treffer beim 4:1 gegen Union Berlin auf das Schicksal Floyds aufmerksam gemacht.

Wie Colin Kaepernick

Nach seinem Tor in der 41. Spielminute kniete sich der Franzose auf den Rasen. Es ist die Geste, die untrennbar mit US-Footballer Colin Kaepernick verbunden und zum Symbol geworden ist. Der Quarterback protestierte in der NFL gegen Polizeigewalt und Rassismus, indem er bei der Nationalhyme vor Spielen auf die Knie ging. Viele Spieler schlossen sich ihm an. US-Präsident Donald Trump bezeichnete sie später als "Hurensöhne".

"Besonderer Moment im Borussia-Park", schrieb der Bundesligist zu einem Foto Thurams auf Twitter. Der englischsprachige Account der Gladbacher twitterte: "Keine Erklärung erforderlich".

"Gemeinsam kommen wir voran. Gemeinsam verändern wir etwas", schrieb Thuram am Abend bei Instagram. Seine Nachricht versah er unter anderem mit den Hashtags #justiceforgeorgefloyd (Gerechtigkeit für George Floyd) und der Bewegung #blacklivesmatter (Schwarze Leben zählen).

Was Trainer Marco Rose über den Jubel seines Schützlings sagt:

Auch Schalker McKennie setzt Zeichen

Der Schalker Bundesliga-Profi Weston McKennie setzte im Spiel gegen Werder Bremen am Samstag ein Zeichen, indem er mit einer Armbinde auflief, auf der die Worte "Justice for George", zu Deutsch: Gerechtigkeit für George, geschrieben standen. "Ich will meine Plattform nutzen, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, das es schon lange gibt", twitterte der US-Nationalspieler am Samstagabend, "Wir müssen für das eintreten, woran wir glauben, und ich glaube, es ist Zeit, dass wir gehört werden."

Auch der Dortmunder Jadon Sancho machte im späten Sonntagsspiel mit einer Botschaft auf Floyds Schicksal aufmerksam.