'March For Our Lives': Schüler rufen kämpferisch zu schärferen Waffengesetzen auf

24. März 2018 - 20:04 Uhr

Schüler sagen der Waffenlobby den Kampf an

Überlebende Schüler des Amoklaufs an der Parkland High School in Florida haben auf einer Großkundgebung in Washington der mächtigen Waffenlobby NRA den Kampf angesagt - und Politikern, die sich von ihr im Wahlkampf finanziell unterstützen lassen. In feurigen Reden, aber zum Teil auch mit Tränen kämpfend verlangten sie vor Hunderttausenden Zuhörern striktere Waffengesetze, die von der NRA abgelehnt werden.

Abertausende beteiligen sich weltweit an 'March for our lives'-Demos

"Wir werden das zu einem Thema bei Wahlen auf allen Ebenen machen", kündigte der Schüler David Hogg unter dem Jubel der Menge an. "Wir sagen, es ist genug! Wir werden die Welt ändern." Sein Schulkamerad Cameron Kasky versprach, dass der Protest erst der Anfang sei und die Zukunft besser werde. "Wenn Ihr glaubt, dass heute gut ist, dann wartet erst mal morgen ab!" Der Schüler Alex Wind nannte striktere Waffengesetze eine Frage von Leben und Tod und sagte an die Adresse von Kongressmitgliedern gerichtet: "Wenn Ihr Geld von der NRA nehmt, dann habt ihr euch für Tod entschieden."

Insgesamt beteiligten sich in vielen Städten der USA Abertausende Menschen an "Märschen für unsere Leben" (March for our lives). Washington war Schauplatz der Zentralveranstaltung. Am 14. Februar hatte ein 19-Jähriger an der Stoneman Douglas High School in Parkland 17 Menschen erschossen. Überlebende Schüler starteten danach eine Kampagne gegen Waffengewalt, die sich zu einer US-weiten Bewegung entwickelt hat.

Im Video sehen Sie, wie Schüler Sam Zeif die Waffenpolitik endlich umkrempeln möchte. Er hat bei dem Amoklauf in Florida seinen besten Freund verloren.