Ex-Familienministerin will Extra-Hilfen in Corona-Krise

Manuela Schwesig fordert Familiengeld: 300 Euro zur Unterstützung bei Kinderbetreuung

13. Mai 2020 - 15:51 Uhr

Manuela Schwesig im Video: "Vorschlag damals von Kanzlerin weggewischt worden"

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), fordert mehr finanzielle Unterstützung für Familien während der Coronakrise. "Der Zustand für die Familien geht so nicht weiter. Viel bleibt bei den Frauen hängen. Wir müssen jetzt die Kitas und Schulen für alle Kinder schrittweise öffnen. Ich fordere auch erneut ein 'Familiengeld'." Das habe sie bereits als Bundesfamilienministerin in der letzten Legislaturperiode auf den Weg bringen wollen, erklärt Schwesig im Video - mit starkem Verweis auf die damalige Reaktion der Kanzlerin.

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Familiengeld in Höhe von 300 Euro im Monat gefordert

​"Alle sollten das Geld bekommen, wenn sie sich in dieser Zeit auch um ihre Kinder kümmern — in Höhe von 300€ im Monat", sagte Schwesig  im Interview mit dem RTL/ntv-Hauptstadtstudio. Die Sozialdemokratin geht davon aus, dass die zusätzlichen Belastungen für Eltern vorerst anhalten könnten. "Wir werden nicht die Betreuungszeiten, wie vor der Krise, so schnell wieder gewährleisten können. Das Familiengeld kann gerade Frauen helfen, damit sie mehr Zeit für die Kinderbetreuung haben. So könnte man insgesamt Beruf und Job besser vereinbaren."

Schwesig gehört zu den bekanntesten Politikerinnen der SPD. 2008 wurde sie Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, wechselte 2013 als Bundesfamilienministerin nach Berlin. Im Sommer 2017 kehrte sie zurück, um dem an Krebs erkrankten damaligen Ministerpräsidenten Erwin Sellering (SPD) im Amt nachzufolgen. Erst am Dienstag erklärte Schwesig, ihre Brustkrebserkrankung besiegt zu haben.

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