Eskapade während Urlaub in Griechenland

ManU-Star Harry Maguire wegen schwerer Körperverletzung verurteilt

Harry Maguie file photo File photo dated 26-07-2020 of Manchester United, ManU s Harry Maguire. FILE PHOTO EDITORIAL US
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26. August 2020 - 12:43 Uhr

Schwere Körperverletzung: Weitreichende Folgen für Maguire

Die Schlägerei während seines Griechenland-Urlaubs hat für Nationalspieler Harry Maguire weitreichende Konsequenzen: Der ManU-Star wurde am Dienstagabend von einem griechischen Gericht der schweren Körperverletzung, des Angriffs auf einen Polizisten und des Versuchs der Bestechung für schuldig befunden. Neben einer Bewährungsstrafe trägt Maguires unüberlegte Aktion auch sportliche Folgen mit sich.

Lange Bewährungsstrafe gegen Maguire

21 Monate und 10 Tage Gefängnis auf Bewährung lautete das Urteil schlussendlich. Für den Abwehrspieler und seinen Rechtsbeistand Constantinos Darivas eine unangenehme Überraschung - waren sie sich im Vorfeld der Verhandlung noch sicher, dass die Strafe sehr milde ausfallen würde.

Maguire hatte am Samstag vor einem Gericht auf der Insel Syros alle Vorwürfe bestritten.  Nach seiner Aussage am Samstag wurde das Verfahren auf Dienstag vertagt, Maguire durfte Griechenland verlassen.

Nach Verurteilung: Maguire fliegt aus England-Kader

Wie Maguires Club Manchester United am Dienstagabend mitteilte, werde Maguire in Berufung gehen und auch weiterhin nachdrücklich alle Anschuldigungen zurückweisen. Nach seiner Verurteilung strich ihn England-Trainer Gareth Southgate aus dem Aufgebot für die kommenden Nations-League-Spiele der englischen Nationalmannschaft in Island und Dänemark, nachdem er ihn noch Stunden zuvor nominiert hatte.

"Wie ich heute bereits sagte, habe ich mir das Recht vorbehalten, die Situation zu überprüfen. Nachdem ich mit Manchester United und dem Spieler gesprochen habe, habe ich diese Entscheidung im besten Interesse aller Parteien und unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf unsere Vorbereitungen für die nächste Woche getroffen", sagte Southgate.

Quelle: dpa/rtl.de