Mann stirbt bei Feuer in Seniorenheim: Brandursache unklar

Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild
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12. Juli 2020 - 14:42 Uhr

Bei einem schweren Brand in einem Seniorenheim für betreutes Wohnen in Templin (Uckermark) ist ein Mann gestorben. Das Feuer war am Samstag nach Polizeiangaben ausgebrochen. Sieben Personen wurden verletzt. Die 108 meist hochbetagten Bewohner mussten die Einrichtung verlassen. Sie kommen zunächst bei Verwandten und in einem Hotel in der Stadt unter.

Die Identität des Toten sei noch unklar, sagte Roland Kamenz, Sprecher der Polizeidirektion Ost, am Sonntag auf Anfrage. Das Ergebnis werde ein paar Tage dauern. Der Tote sei so schwer verletzt worden, dass nun eine Obduktion erforderlich sei.

Zur Ermittlung der Brandursache seien Spezialisten des Landeskriminalamtes angefordert worden, sagte Kamenz. Die Ursache des Feuers sei bislang noch unbekannt.

85 Feuerwehrleute von Wehren aus den Landkreisen Uckermark und Oberhavel waren bei den Löscharbeiten im Einsatz. Von den sieben Personen, die wegen der Brandverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sind vier Feuerwehrleute. Einer davon wurde nach den Angaben schwer verletzt.

Die 108 Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden. "Sie sind zum Teil bei Verwandten oder in einem Hotel in der Stadt untergekommen", sagte Detlef Tabbert (Linke), Bürgermeister von Templin, auf Anfrage. "Sie waren sehr aufgeregt und mussten erst mal zur Ruhe kommen", sagte Tabbert, der sich am Sonntag mit einigen zum Frühstück traf. Bis Mitte August könnten die Bewohner noch in dem Hotel bleiben. In der bisherigen Unterkunft müssten nun die Brandschäden nun beseitigt werden.

Der Brand war nach Polizeiangaben gegen 16.50 Uhr im Dachstuhl ausgebrochen. Weithin waren schwarze Rauchschwaden zu sehen. Die Anlage für betreutes Wohnen des Deutschen Roten Kreuzes besteht aus mehreren Gebäuden. Das Feuer war nach Polizeiangaben in einem vierstöckigen Komplex ausgebrochen.

Quelle: DPA