Mann schwer verletzt: Angeklagter weist Vorwürfe zurück

Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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29. Mai 2020 - 13:46 Uhr

Wegen eines Raubüberfalls auf offener Straße, bei dem ein Mann durch einen Schlag mit einer Bierflasche schwer verletzt wurde, steht seit Freitag ein 38-Jähriger vor dem Landgericht Berlin. Der Angeklagte erklärte zu Prozessbeginn am Freitag, er habe ein solches Geschehen "noch nie erlebt". Bei der Tat im August 2019 im Stadtteil Kreuzberg hatte ein 38 Jahre alter Rechtsanwalt schwere Kopfverletzungen erlitten. Er sei längere Zeit linksseitig gelähmt gewesen und könne seinen Arm bis heute nicht richtig benutzen, schilderte der Jurist als erster Zeuge.

Als der Rechtsanwalt auf einer Treppe saß, soll der Angeklagte nach dessen Tasche gegriffen haben. Laut Anklage kam es zu einem Gerangel, bei dem der mutmaßliche Räuber seinem Opfer mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen habe. Der Attackierte sei zu Boden gegangen und habe kurzzeitig das Bewusstsein verloren. Der 38-Jährige durchsuchte den Angaben zufolge die Tasche nach Wertsachen und ließ sie am Tatort zurück, nachdem er lediglich Arbeitsunterlagen gefunden habe.

Der Angeklagte erklärte weiter, er sei zwar oft nachts in Kreuzberg unterwegs gewesen und habe dabei Alkohol konsumiert, doch er habe nie eine Auseinandersetzung mit einer Bierflasche erlebt. Der aus Algerien stammende Mann ohne Wohnsitz in Deutschland befindet sich seit Dezember 2019 in Untersuchungshaft. Der Prozess um versuchten schweren Raub und schwere Körperverletzung geht am 3. Juni weiter.

Quelle: DPA