Mann misshandelt Hund, um Spenden für dessen Behandlung zu sammeln

Mit diesem Foto rief der mutmaßliche Tierquäler zu Spenden für seinen Hund 'Atlas' auf.

12. April 2018 - 15:07 Uhr

Spenden sammeln für den schlechten Zweck

Es ist unvorstellbar, zu welchen Dingen Menschen fähig sind, um anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen. In den USA steht ein Mann unter Verdacht, seinen Hundewelpen misshandelt und dann eine Spendenkampagne für dessen vermeintliche Behandlung ins Leben gerufen zu haben. Der Hund ist inzwischen gestorben.

Hundebesitzer erfand abenteuerliche Erklärungen

Es war ein Zufall, der die Polizei auf die Spur des 24-jährigen Mannes aus New Jersey brachte. Als Polizisten ihn bei einer Geschwindigkeitskontrolle stoppten, saß im Auto auch ein 14 Wochen alter Deutscher Schäferhund, berichtet 'Philly Voice'. Sein Besitzer erklärte, das Tier namens 'Atlas' sei von einem Geländefahrzeug verletzt worden und müsse dringend zum Tierarzt. Aber nur wenige Tage später erhielten die Behörden einen Hinweis darauf, dass der Mann wohl nicht die Wahrheit sagt.

Eine Untersuchung der Polizei ergab, dass dem Hundewelpen wahrscheinlich absichtlich schwere Verletzungen zugefügt wurden, darunter zahlreiche Knochenbrüche. Sein Besitzer hatte dafür nur abenteuerliche Erklärungen parat: Einmal soll Atlas eine Treppe und beim nächsten Mal einen Hang hinuntergestürzt sein. Während er den Hund immer wieder misshandelte, rief der 24-Jährige über die Plattform 'gofundme' zu Spenden für die vermeintliche tierärztliche Behandlung des Tieres auf. Und weil er dabei ordentlich auf die Tränendrüse drückte, kamen innerhalb von vier Wochen über 14.000 Dollar zusammen.

Misshandelter Hund gestorben

Nachdem ihm weitere Verletzungen zugefügt worden waren, starb der Schäferhund unter "verdächtigen Umständen". Der mutmaßliche Tierquäler wurde angeklagt und wartet auf seinen Prozess. Dass er sich die geplanten Einnahmen aus dem Verbrechen abschminken kann, versteht sich fast von selbst: Alle Spender bekommen ihr Geld zurück.