Er stellte die Nackt-Clips ins Internet

Mann (62) filmt Frauen in Schwimmbad mit Mini-Kamera in Shampooflaschen

Ein Voyeur soll Frauen in einem Schwimmbad gefilmt haben. (Symbolbild)
© picture-alliance/ ZB, Patrick Pleul

05. Juli 2020 - 16:28 Uhr

Der Mann soll in Saunaduschen gefilmt haben

Im Saunabereich soll der Spanner zugeschlagen haben. Ein 62-Jähriger wird beschuldigt im Westfalenbad in Hagen Frauen nackt gefilmt und die Clips anschließend ins Internet gestellt zu haben. Jetzt muss er sich für seine Voyeurismus-Attacken verantworten.

Voyeur lud die Aufnahmen auf Plattformen hoch

Wie das Portal "come-on.de" unter Berufung auf die Kriminalpolizei Hagen berichtet, soll der 62-jährige Spanner aus Lennethal stammen. Angeblich habe er im Saunabereich des Westfalenbads in Hagen Mini-Kameras in Shampooflaschen versteckt, um nackte Frauen zu filmen. Die Aufnahmen sollen anschließend im Internet gelandet sein. Der Voyeur soll sie unter dem Nicknamen "Hodenkobold4711" hochgeladen und auf einschlägigen Webseiten verbreitet haben.

Internetnutzer erkannte das Westfalenbad wieder

Insgesamt sollen bei einer Durchsuchung der Wohnung des 62-Jährigen 248 Videodateien gefunden worden sein. Wie viele Frauen von seinen Spanner-Angriffen betroffen sind, das sei bisher allerdings noch nicht absehbar, berichtete die "Westfalenpost".

Erst durch einen Internetnutzer soll die Polizei auf den Voyeur aufmerksam geworden sein. Er habe das Westfalenbad in den Aufnahmen wiedererkannt und daraufhin den Notruf gewählt, heißt es. Der daraufhin ins Visier der Ermittler geratene Mann sei leicht zu fassen gewesen, so schreibt es die Zeitung unter Berufung auf die Kripo, denn: Der 62-Jährige soll bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt gewesen sein.

Polizei mit Kinderpornografie ausgelastet

Neben präparierten Shampoofalschen sollen die Einsatzkräfte auch einen Kulturbeutel mit Kamera gefunden haben. Außerdem sei eine Kappe mit integrierter Kamera sichergestellt worden, die der Voyeur bereits zum Filmen in einem Thaimassage-Salon benutzt haben soll. Die Ermittlungen gegen den Mann könnten sich allerdings noch hinziehen. Die "Westfalenpost" schrieb unter Berufung auf die Polizei, dass man in der Region derzeit stark in die Ermittlungen gegen Kinderpornografie involviert sei und deshalb kaum Kapazitäten habe, um das Videomaterial des 62-Jährigen zu sichten.