Mann (53) verpestete Spielplätze in Aachen mit Rohrreiniger – muss er in die Psychiatrie?

ARCHIV - 10.09.2017, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Ein Spielplatz nach dem Fund von Rohrreiniger-Granulat abgesperrt. Am Donnerstag  beginnt der Prozess um die Chemie-Attacken auf Aachener Spielplätze. Foto: Ralf Roeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Prozess um Chemie-Attacke auf Spielplatz in Aachen
rr sab, dpa, Ralf Roeger

Eine Fotofalle brachte die Polizei auf die Spur des Mannes

Ein 53-jähriger Mann, der ätzenden Rohrreiniger auf Spielplätzen und an Grillhütten gestreut haben soll, steht in Aachen vor dem Landgericht. Bei den Attacken im Sommer vorigen Jahres waren vier kleine Kinder leicht verletzt worden.

Rohrreiniger brachte Zweijährige fast um

Bei den Attacken im Sommer vorigen Jahres waren vier kleine Kinder leicht verletzt worden. Dem Beschuldigten wird versuchter Mord in fünf Fällen vorgeworfen. Unter anderem hatte eine Zweijährige ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Sie hatte auf einem Spielplatz einige weiße Rohrreiniger-Kügelchen verschluckt und nur knapp überlebt.

Das Gericht muss in dem so genannten Sicherungsverfahren entscheiden, ob der Mann in eine geschlossene Psychiatrie kommt. Der Beschuldigte hatte in der Vernehmung angegeben, der Kinderlärm habe ihn genervt. Außerdem fühlte er sich verfolgt. Der Fall hatte bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Die Polizei kam dem Mann mit einer Fotofalle auf die Spur.