ManCity: Millionen-Truppe zum Siegen verdammt

Nur drei von vielen Superstars: Kun Aguero, Edin Dzeko und David Silva.
Nur drei von vielen Superstars: Kun Aguero, Edin Dzeko und David Silva.
© Getty Images, Bongarts

31. Juli 2013 - 8:43 Uhr

Es wirkt platt, das Spitzenteam von der Insel auf das Geld zu reduzieren. Das Problem: Man kommt nicht daran vorbei. Wie jede Transferperiode haben die Verantwortlichen von Manchester City auch in diesem Sommer ihre Spendierhosen angehabt, um die hoch gesteckten Saisonziele zu erreichen. Der neue Trainer Manuel Pellegrini wird nur an Erfolg gemessen – der Audi Cup in München soll der Anfang sein.

Bisher haben die 'Skyblues' schlappe 111 Millionen Euro für Neuzugänge investiert. Gekauft werden nicht etwa hoffnungsvolle Talente, sondern fertige Superstars: Mittelstürmer Alvaro Negredo kam für 25 Millionen vom FC Sevilla, dazu holte sich City mit Jesus Navas (ebenfalls Sevilla/20 Millionen) und Stevan Jovetic (AC Florenz/26 Millionen) zwei weitere Kracher für die Offensive. Abgerundet wird die Einkaufstour mit dem defensiven Mittelfeldspieler Fernandinho, der für 40 Millionen Euro (!) von Schachtjor Donezk auf die Insel wechselte. Fortsetzung folgt garantiert.

Es ist übrigens nicht so, als hätte ManCity nicht schon vorher die Qualität gehabt, um von den Namen her die Champions League zu gewinnen. Mit David Silva hat man einen der besten Spielmacher der Welt in seinen Reihen, im Sturm gehen Edin Dzeko oder Kun Aguero auf Torejagd. Von Torwart Joe Hart über Abwehrrecke Vincent Kompany bis hin zu Abräumer Yaya Toure – die Zuschauer des Audi Cups 2013 dürfen sich auf ein Star-Ensemble freuen.

Pellegrini soll den Erfolg zurückbringen

Obwohl der Traditionsverein aus Manchester die letzten Jahre so viel wie kaum ein anderer Club in den Kader investiert, blieben die ganz großen Erfolge aus. Einzig den Meistertitel aus der Spielzeit 2011/2012 dufte man sich in der jüngsten Vergangenheit auf den Briefkopf schreiben. Vergangene Saison wurde City hinter dem Stadtrivalen United nur Zweiter, in der Champions League war schon in der Vorrunde Schluss.

Die Ergebnisse hatten ihre Folgen: Neben Altstars wie Maicon, Wayne Bridge oder Kolo Toure bekam auch Trainer Roberto Mancini den Laufpass. Sein Nachfolger heißt Pellegrini, der letzte Saison mit dem FC Malaga im Champions-League-Viertelfinale an Dortmund scheiterte und um seinen Job nicht zu beneiden ist. Zwar betreut der 59-jährige Chilene eine mit Stars gespickte Mannschaft, die aber in jedem Spiel zum Siegen verdammt ist. Welcome to Manchester City!